Immer mehr Händler setzen auf Aktionen

Österreichs Bekleidungshandel wuchs auch 2008

Die Wirtschaftskrise konnte dem österreichischen Bekleidungshandel 2008 noch nichts anhaben. Die Umsätze wuchsen um 2,9 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro, ermittelte der Standortberater RegioPlan. Flächenbereinigt lag der Zuwachs bei 1,1 Prozent. Heuer sollen die Erlöse um ein Prozent wachsen.

Mit diesem Ergebnis sei der Bekleidungshandel im fünften Jahr in Folge gewachsen. Der umsatzstärkste Monat 2008 sei der Dezember gewesen, was vor allem mit dem Weihnachtsgeschäft zu erklären sei. "Überdurchschnittlich" seien auch die Umsätze im September und Oktober gewesen. Weniger verkauft wurde hingegen im Februar sowie im Juli und August. Der Jahresbeginn 2009 stand auch unter keinem guten Stern, aber die Umsätze im März und April lassen laut RegioPlan "auf einen moderaten Jahresabschluss hoffen".

Von den Zuwächsen im Vorjahr konnten die Diskonter nicht profitieren. Es sei zu einem Umsatzrückgang von 0,7 Prozent gekommen, während die Flächen um 1,1 Prozent gewachsen seien. Zum Teil sei diese Entwicklung auf den Konkurs von Adessa zurückzuführen, so RegioPlan.

Angesichts der Wirtschaftsflaute setzen immer mehr Händler auf Aktionen - wie etwa immer früher startende Schlussverkäufe. Als Gründe ortet RegioPlan die Angst, noch weniger Umsatz zu machen, oder auf der Ware sitzen zu bleiben. Für die Branche sei dieser Trend aber Gift, da die Gewinnspannen deutlich sinken. Aus Sicht des Standortberaters seien die verfrühten Schlussverkäufe aber gar nicht notwendig, da die Branche trotz Krise wachsen werde.

Die Top-5 im österreichische Bekleidungshandel sind H&M, C&A, Peek&Cloppenburg, Kik und Vögele. Sie erzielen zusammen rund 34 Prozent des Gesamtumsatzes.