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Pankl Racing im dritten Quartal mit Verlust

Der Kapfenberger Produzent von Motoren und Antriebssystemen hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 19,9 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, um 19 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode (24,6 Mio.). Im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) fiel ein Verlust von 1,9 Mio. Euro an, nach plus 1,13 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

In neun Monaten ging der Umsatz um 11 Prozent auf 72,1 (80,7) Mio. Euro zurück, das EGT fiel um 83 Prozent auf eine Million Euro (5,8 Mio. Euro), teilte das Unternehmen am mit.

Auch das vierte Quartal werde "von einem sehr schwierigen Umfeld gekennzeichnet sein". Es sei nicht mit einer "wesentlichen Erholung" zu rechne, so Pankl Racing. Die Investitionen wurden angesichts der Wirtschaftskrise "auf das Notwendigste beschränkt", die Kosten wurden gesenkt. Der Personalstand sank von 1.020 im November 2008 auf nunmehr 859 (minus 16 Prozent). Das habe 1 Mio. Euro an Kosten verursacht.

Die Einsparungseffekte werden erst im nächsten Geschäftsjahr voll ergebniswirksam und sollen "eine weiterhin profitable Unternehmensentwicklung gewährleisten". CEO Wolfgang Plasser hofft, dadurch "auch bei anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zukunft ganz gut gerüstet" zu sein. Die "Saisonalität" des Racinggeschäftes sei "eine zusätzliche Herausforderung geworden".

EBIT-Marge stark rückläufig

Das EBIT in den ersten drei Quartalen belief sich auf 2,8 Mio. Euro (2007/08: 7,4 Mio. Euro), was einer Ebit-Marge von 3,9 (9,2) Prozent entsprach. Im dritten Quartal betrug der Betriebsverlust 1,0 Mio. Euro, nach plus 1,3 Mio. Euro im dritten Quartal des Vorjahres.

Der Umsatz des Segments Racing/High Performance fiel in den ersten neun Monaten um 8,5 Prozent auf 59,1 Mio. Euro, das Ebit drittelte sich von 6,1 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro. Alleine im dritten Quartal lag der Umsatz mit 15,9 Mio. Euro um 24 Prozent niedriger (21 Mio. Euro), das Ebit war mit minus 1,1 Mio. Euro tiefrot. Im Vorjahr hatte es in dem Bereich noch einen operativen Gewinn von 1,2 Mio. Euro gegeben.

Pankl Racing macht Testbeschränkungen und die höheren Lebensdaueranforderungen der Motor- und Antriebssysteme dafür verantwortlich. Daher habe es keine saisonbedingten zusätzlichen Racingumsätze gegeben. Pankl Automotive Slovakia habe hingegen den Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres steigern können.

Besser ging es im Luftfahrtgeschäft. Im dritten Quartal stieg der Umsatz von 3,7 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro, das Ebit blieb mit 0,1 Mio. Euro unverändert. In neun Monaten hat es mit 13,2 Mio. Euro um rund 20 Prozent weniger Umsatz und ein Ebit von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) gegeben. Die Luftfahrtkrise habe sich ausgewirkt, wobei sich das US-Geschäft weitgehend konstant entwickelt habe, während es im europäischen Luftfahrtgeschäft zu deutlicheren Rückgängen kam.