Neuerungen

Rauchen, Tanken, Handy: Diese Preise ändern sich im April

Im April ändern sich einige Dinge. Strom und Tanken werden billiger. Dafür werden Telefonieren und Rauchen teurer.

Der April 2026 sorgt für einige Veränderungen in Österreich, die einige Lebensbereiche betreffen. Dabei stehen einige Entlastungen an, aber auch neue Mehrkosten. Hier ein Überblick:

Telefonieren

Mit dem 1. April werden ein Großteil der Handy-Tarife teurer. Für die Kostensteigerung sind die sogenannten Wertsicherungsklauseln verantwortlich. Die sind in vielen Verträgen enthalten und ermöglichen Mobilfunkanbieter, Preise automatisch an die Inflation anzugleichen. Für 2026 beträgt diese 3,5 Prozent. Als Grundlage dient der Verbraucherpreisindex.

Zusätzlich kommt ein neuer Mobilfunkanbieter an den Markt. Die Österreichische Post AG will mit "Yellow" durchstarten. Mit dem neuen Anbieter wird auch die neue Vorwahl 0693 eingeführt.

Rauchen

Ab dem 1. April ändert sich für E-Zigaretten und sogenannte Nikotinbeutel (Pouches) vieles. Die Produkte werden in die Tabaksteuerpflicht aufgenommen. Somit gelten für E-Zigaretten und Nikotinbeutel dieselben Regeln wie für klassische Zigaretten. Sie dürfen nur in Trafiken verkauft werden, es gilt ein umfassendes Werbeverbot und müssen korrekt steuerlich erfasst werden. Mit den Maßnahmen soll der Konsum von Nikotinprodukten reduziert werden. 

Mieten

Erstmals gilt das neu beschlossene Mietpaket. Ab dem 1. April sollen rund 1,1 Millionen Haushalte dank der neuen gesetzlichen Regelung entlastet werden. Neben geregelten Mieten im privaten und kommunalen Bereich werden nun auch zum ersten Mal ungeregelte Mieten privater Wohnungen stärker berücksichtigt.

Ebenfalls werden die mietrechtlichen Richtwerte angepasst, erstmals seit 2023. Dabei wird die Erhöhung gesetzlich auf maximal ein Prozent begrenzt. In Wien steigt somit der Richtwert von 6,67 Euro auf 6,74 Euro. 

"Shrinkflation"

Im Supermarkt steht eine riesige Änderung an. Ab April müssen Produkte deutlich gekennzeichnet werden, wenn sie von sogenannter "Shrinkflation" betroffen sind. Dabei wird der Inhalt reduziert, aber der Preis bleibt weiterhin gleich oder steigt sogar.

Hinweise wie "Achtung: Weniger Inhalt – höherer Preis" müssen deshalb direkt am Produkt, am Regal oder in unmittelbarer Nähe angebracht werden. Die Kennzeichnung muss laut Anti-Mogelpackungs-Gesetz mindestens 60 Tage lang angebracht sein.

Strom

Mit dem 1. April beginnt der Strom-Sozialtarif. Damit sollen Haushalte mit geringem Einkommen, die von der ORF-Haushaltsabgabe befreit sind, von einem günstigeren Stromtarif profitieren. Für bis zu 2.900 Kilowattstunden pro Jahr werden nur noch sechs Cent pro Kilowattstunde fällig. Von dieser Maßnahme profitieren rund 290.000 Haushalte.

Ebenfalls will die Regierung die Stromnutzung an die Verfügbarkeit von Sonnenenergie anpassen. Zwischen 10 und 16 Uhr sollen die Netzkosten um 20 Prozent reduziert werden. In diesem Zeitraum gibt es sehr viel Sonnenstrom. Um energieintensive Tätigkeiten wie Waschen, Geschirrspülen oder das Laden eines Elektroautos in diesen Zeitraum zu verlegen, wird der Strompreis zu diesen Zeiten billiger. 

Tanken

Das Tanken soll ab dem 2. April günstiger werden. Vergangene Woche hat der Nationalrat beschlossen, dass der Sprit um 10 Cent je Liter günstiger wird. Ebenfalls werden die Mineralölsteuer um 5 Cent gesenkt und die Treibstoff-Gewinnmargen auch um 5 Cent gedämpft.

Die Preise dürfen dann nur mehr entsprechend des internationalen Marktes steigen. Raffinerien und Mineralölhändler dürfen keine eigenen Aufschläge machen. Von der Regel sind Tankstellenbetreiber mit weniger als 30 Standorten sowie Autobahntankstellen ausgenommen.

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