Siemens bietet für griechischen Eisenbahn-Firma

Der deutsche Siemens-Konzern hat Insidern zufolge ein Auge auf den griechischen Eisenbahn-Dienstleister Rosco geworfen. Der deutsche Konzern habe Interesse an dem Staatsunternehmen angemeldet, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Damit wäre Siemens der erste große Konzern aus Deutschland, der von dem Privatisierungsprogramm des angeschlagenen Euro-Landes profitieren will.

Ins Rennen um die Firma Rosco, die auf die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen spezialisiert ist, könnten auch Alstom aus Frankreich zusammen mit Damco Energy sowie GEK Terna aus Griechenland in Kooperation mit Russian Railways RZD einsteigen, sagte der Eingeweihte weiter.

Die Privatisierung von Staatsbesitz ist eine der wichtigsten Bedingungen, die die Regierung in Athen für die milliardenschweren Hilfen der Euro-Partner erfüllen muss. Deutschland ist der größte Gläubiger Griechenlands in dem von EU und IWF organisierten Rettungsprogramm.

Deutsche Firmen haben bisher jedoch wenig Interesse an griechischen Staatsunternehmen gezeigt. Siemens sah sich in der Vergangenheit in Griechenland mit Vorwürfen konfrontiert, Manager einer dort ansässigen Tochtergesellschaft seien in einen Bestechungsskandal verwickelt.

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