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Weltweiter Rückruf

So will Mars Kunden entschädigen

Kunden sollen mit Produkten statt Geld entschädigt werden

Der Schokoriegel-Hersteller Mars in den Niederlanden hat nach der gigantischen Rückrufaktion des Süßwarenkonzerns Fehler eingeräumt. Beim Austauschen einer Leitung sei ein Plastikdeckel in den Produktionsprozess gelangt, sagte der Direktor des Unternehmens, Jack Tabbers, am Mittwoch dem niederländischen Radiosender BNR. "Das haben wir zu spät entdeckt."

Lebensgefährlich
Das Plastikteil von etwa 15 Zentimeter Durchmesser sei zerkleinert worden und habe daher spitze Kanten. "Dadurch besteht die Möglichkeit, dass sich kleine Kinder verletzen oder sogar ersticken."

Entschädigung
"Die Verbraucher können aussuchen, welche unserer Produkte sie wollen, und sie bekommen natürlich auch noch etwas obendrauf", sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Viersen bei Düsseldorf. Die zurückgegebenen Produkte will der US-Konzern vernichten.

Die Kundenreaktionen auf den Rückruf seien gemischt, meinte der Sprecher. Natürlich gebe es Kunden, die sauer seien, dass so etwas passieren könne. Doch gebe es auch sehr viele positive Reaktionen darauf, dass das Unternehmen trotz nur eines Vorfalls eine solche Rückrufaktion gestartet habe.

Wegen des Fehlers in der Schokoladenfabrik im niederländischen Veghel hatte Mars Produkte mehrerer Marken zurückgerufen. Tabbers zufolge betrifft der Rückruf mehr als 50 Länder. Allein in den Niederlanden geht es um vier Millionen Riegel. Wie viel die Aktion das Unternehmen kosten wird, konnte der Direktor noch nicht sagen. "Die Kosten werden in die Millionen gehen. Aber die Sicherheit der Verbraucher ist zurzeit wichtiger."

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