Start für Initiative "Bares ist Wahres"

Münze Österreich

Start für Initiative "Bares ist Wahres"

Münze: Unsere Dividende geht an die Nationalbank und von dort in den Staatshaushalt.

Wien/Salzburg. Die Münze Österreich, Spar und die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer haben die Initiative "Es ist nicht egal, wie man bezahlt" gestartet - und machen guten Wind für das oftmals zeitintensive Zahlen mit Bargeld an der Kassa. Demnach ist bar zahlen umweltfreundlicher, mindert die Steuerlast jedes Einzelnen und hinterlässt keine digitalen Spuren.

Wer mit Karte zahle, unterstützte US-amerikanische und asiatische Zahlsysteme. Die Münze Österreich hingegen zahle den erarbeiteten Gewinn als Dividende an die Oesterreichische Nationalbank, diese wiederum schütte 100 Prozent an das Finanzministerium aus.

"Münze hat Lebensdauer von bis zu 50 Jahren"

"Eine Münze hat eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren" so Gerhard Starsich, Generaldirektor der Münze Österreich. Mit Karte zu zahlen und damit Datenverkehr zu erzeugen benötige Server, und diese würden "Unmengen von Strom" verbrauchen. Auf den ökologischen Footprint der Münzen ging er am Freitag in einer Aussendung nicht ein.

Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel, erinnerte daran, dass das Disagio - also Gebühren - bei Kartenzahlung die Preisgestaltung beeinflusse. "Die Gebühr, die die Kartenanbieter verlangen, kann bis zu 2,5 Prozent betragen", meinte er.

Die Initiative schriebt in einer Aussendung: "Wer bewusst und regional kauft, soll auch die Bezahlmethode überlegen", denn: 

  1. "Bargeld fördert den Standort Österreich und sichert damit Jobs. Wer hingegen mit Karte zahlt, unterstützt US-amerikanische und asiatische Zahlsysteme. „No cash“ heißt nicht nur nicht-österreichisch, sondern auch nicht-europäisch und begünstigt Firmen, die wenig oder gar keine Steuern in Europa zahlen. Münze Österreich AG zahlt hingegen den international erarbeiteten Gewinn als Dividende an die Oesterreichische Nationalbank, diese wiederum schüttet 100% an das Finanzministerium aus. Jeder Gewinn für den Staatshaushalt ist ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger.
  2. 70 % der Konsumenten wollen verstärkt bei lokalen Händlern einkaufen und 68% setzen stärker als vor der Krise auf Regionalität und heimische Produkte, so Dr. Rainer Trefelik, Bundesspartenobmann der Bundessparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich. Wer auf Regionalität des Einkaufes setzt, sollte überlegen, ob nicht auch das heimische Zahlungsmittel, also Bargeld eingesetzt wird. [Generaldirektor Mag. Gerhard Starsich lädt ein: „Wer beim Einkaufen nachdenkt, zu regionalen Lebensmitteln greift weil er/sie an die eigene Gesundheit und das Wohlergehen der heimischen Produzenten denkt, ist eingeladen darauf zu achten, wie bezahlt wird. Es ist nicht egal, ob mit Karte oder Bargeld bezahlt wird!“] (http://)
  3. „Eine Münze hat eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren“ so GD Starsich in der heutigen Pressekonferenz. Mit Karte zu zahlen ist zudem nicht umweltfreundlich. Wie jede Netzaktivität produziert auch die digitale Bezahlmethode CO2. Denn für den Datenverkehr ist es nötig, dass rund um den Globus Server in teils gigantischen Rechenzentren permanent in Betrieb sind. Die Server benötigen Kühlung, die Rechner Unmengen an Strom.
  4. Barzahlen macht die Preise günstiger. Dr. Rainer Trefelik erklärt, wie sehr das Disagio bei Kartenzahlung die Preisgestaltung beeinflusst. Die Gebühr, die die Kartenanbieter verlangen, kann bis zu 2,5% betragen.
  5. Einer der vielen Gründe, weshalb sich Menschen für Barzahlung entscheiden, ist die Furcht ein gläserner Mensch zu werden. Kundendaten werden allerorten ge-speichert und nicht jeder möchte, dass Dritte damit Geschäfte machen. KR Reisch von Spar betont, dass sein Unternehmen nicht daran interessiert ist, Kundendaten zu sammeln. Preisvorteile werden bei Spar jedem Kunden gegeben, nicht nur im Austausch gegen Informationen über das Einkaufsverhalten.
  6. Die Österreicher lieben ihr Bargeld. 79% der Menschen in Ö wollen bar zahlen können. Laut der im Dezember 2020 veröffentlichten SPACE-Studie der EZB ist für 79% der Österreicherinnen und Österreicher nach wie vor Bargeld das beliebteste Zahlungsmittel. [KR Hans K. Reisch, SPAR Finanzvorstand: „Der Anteil der Kartenzahlungen ist im Lebensmittelhandel seit Beginn der Corona-Pandemie zwar von 30% auf 50% gestiegen, jedoch werden nach wie vor die Hälfte der Einkäufe bar bezahlt. Das ist auch gut so. Wir unterstützen dies gerne und werden auch weiterhin auf jeden Fall unserer Kundschaft Bargeldzahlungen anbieten.“] (http://)
  7. Bargeld ist sicher und klappt immer. Dr. Rainer Trefelik berichtet, vor welche Probleme es den Handel stellt, wenn Kartenzahlungen wegen Serverausfällen etc., nicht funktionieren. Daher ist das parallele Angebot von Bezahlsystem entscheidend. [Dr. Rainer Trefelik, Bundesspartenobmann der Bundessparte Han-del, Wirtschaftskammer Österreich: „Dem Konsumenten sollten beim Bezahlen alle Möglichkeiten offenstehen. Neben der Kartenzahlung spielt Bargeld nach wie vor eine wichtige Rolle. Der Kunde steht im Handel im Mittelpunkt und so lange der Konsument mit Bargeld zahlen will, werden die Handelsunternehmen diese Form der Zahlung sehr gerne akzeptieren.“] (http://)
  8. Covid-19 hat Verunsicherung auch bei der Wahl des Zahlungsmittels ausgelöst, denn lange war nicht klar, wie der Virus übertragen wird. Heute weiß man: Das Virus wird vor allem über Aerosole übertragen, also über den Luftweg. [„Das auf dem Geldstück klebende Virus würde ich mal weitgehend vergessen“, sagte dazu der Virologe Christian Drosten] () in einem NDR-Podcast. Dr. Rainer Trefelik, Bundesspartenobmann der Bundessparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich und KR Hans K. Reisch, SPAR Finanzvorstand bekräftigen, dass der Kunde wieder entscheiden soll, wie bezahlt wird. Der Handel und die Supermärkte hätten sehr viel in die Sicherheit von Kunden und Mitarbeiter investiert und das Bargeld ist wieder überall willkommen, da es als Übertragungsweg nicht mehr in Verdacht steht.
  9. Bargeld wird daher weiterhin gerne verwendet, wie die Statistik der EZB belegt: https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/"