Südzucker erwägt Zukäufe außerhalb Europas

Südzucker erwägt Zukäufe außerhalb Europas

Der neue Chef des Mannheimer Nahrungsmittelkonzerns Südzucker will außerhalb Europas zukaufen. In Europa gebe es für die unangefochtene Nummer eins am Zuckermarkt höchstens noch kleinere Chancen, sagte Wolfgang Heer, der am 21. Juli das Ruder bei Südzucker übernimmt, dem "Mannheimer Morgen". "Wir beobachten dafür umso genauer Möglichkeiten außerhalb der EU. Wenn sich da etwas ergibt, greifen wir zu."

Zukäufe hat Heer auch im Spezialitätengeschäft im Visier, zu dem unter anderem der Tiefkühlpizza-Hersteller Freiberger ("Alberto") gehört. "Die USA zum Beispiel sind ein interessanter Markt", sagte Heer dazu. Südzucker ist zu rund einem Drittel an der österreichischen Agrana beteiligt.

Weitere Schließungen von Zuckerfabriken schloss der vor einem Jahr in den Südzucker-Vorstand aufgerückte Heer auch für die Zeit nach dem Auslaufen der EU-Zuckermarktregelung 2014/15 aus. "Es wird sicher kleinere Anpassungen geben, wenn auch eher im Ausland. Wir planen nicht, ganze Standorte zu schließen, wie wir es in der Vergangenheit tun mussten", sagte er der Zeitung.