Gastronomen warnen vor "Todesspirale"

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Gastronomen warnen vor "Todesspirale"

Ohne Sofortmaßnahmen der Regierung drohe das "größte Gastronomiesterben aller Zeiten", warnt die Branche. Gefordert wird etwa eine einheitliche Umsatzsteuer für Speisen und Getränke.

Personalmangel und Teuerung betreffen alle Gastronomieformen gleichermaßen. Die Teuerung führt zu Preissteigerungen in der Bewirtung und daher konsumieren Gäste weniger oder kommen gar nicht mehr, beklagt Stefan Ratzenberger, Obmann des Verbandes Österreichischer Nachtgastronomen (VÖNG).

Gastronomie-Sterben droht

„Wenn nicht sofort Maßnahmen durch die Bundesregierung gesetzt werden, sehen wir uns mit dem größten Gastronomiesterben aller Zeiten konfrontiert!“, warnt Ratzenberger. Und weiter: „Die direkte und indirekte Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft beträgt mehr als 45,2 Milliarden Euro, das entspricht 12,1Prozent des BIP.“ 

Einheitliche Besteuerung mit 10 % 

Um der "Todesspirale" zu entkommen brauche es Sofortmaßnahmen von der Politik - etwa eine einheitliche Besteuerung von 10 Prozent für Speisen und Getränke, um die Betriebe zu entlasten.

Getränke unterliegen einer Umsatzsteuer von 20 Prozent, Speisen von 10 Prozent. "Ein einheitlicher Steuersatz von 10 Prozent würde einerseits die schleichende Teuerung in der Gastronomie aufhalten, den Gästen den Besuch trotz Inflation ermöglichen und letztlich die Tages- und Nachtgastronomen überleben lassen - denn mit den ersparten Abgaben der Steuern können die erheblich gestiegenen Energiekosten bezahlen werden ", glaubt Ratzenberger. Zweistellige Prozentsätze des Umsatzes würden inzwischen für die Energiekosten draufgehen.

Der Nachtgastro-Vertreter verweist darauf, dass Deutschland seinen ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent in der Gastronomie aus der Corona-Hochzeit beibehalten habe. Österreich schuf den in der Coronakrise eingeführten 5%-Satz mit 31. Dezember 2021 wieder ab.