Ungarische MOL will Mehrheit an kroatischer Tochter INA

Der ungarische Erdölkonzern MOL will die Mehrheit an seiner kroatischen Tochter INA erlangen. Das gab das Unternehmen am gestrigen Donnerstag bekannt. Es bot den Kleinaktionären 2.800 Kuna pro Aktie. Das ist laut Medienberichten vom Freitag um 56 Prozent mehr als der Durchschnittswert der Aktie.

Der ungarische Erdölkonzern MOL will die Mehrheit an seiner kroatischen Tochter INA erlangen. Das gab das Unternehmen am gestrigen Donnerstag bekannt. Es bot den Kleinaktionären 2.800 Kuna pro Aktie. Das ist laut Medienberichten vom Freitag um 56 Prozent mehr als der Durchschnittswert der Aktie.

Mol hält derzeit 47,155 Prozent der INA-Aktien, der Staat Kroatien 44,836 Prozent, den Rest die Kleinaktionäre. Für 800.910 Aktien würde MOL laut Medienberichten 2,24 Mrd. Kuna bezahlen.

Die kroatische Finanzaufsicht HANFA hat am Freitag von der kroatischen Börse das Aussetzen des Handels mit INA-Aktien verlangt, bis MOL nicht alle Details zum Aktienkauf bekanntgibt. Über den Übernahmeversuch war die Regierung überrascht, die von MOL vorab informiert sein soll, berichtete "Vecernji list". Eine Reaktion blieb noch aus. Es handle sich definitiv nicht um eine feindliche Übernahme, sagte MOL-Pressesprecher Domokos Szollar, der aus Ungarn anreiste, um das Angebot der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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