US-Börsen überwiegend höher, Dow Jones plus 0,53%

Die New Yorker Aktienbörse hat am Montag mit überwiegend höheren Kursen geschlossen. Zum Auftakt in die neue Börsenwoche werteten Experten vor allem die anziehenden Übernahmeaktivitäten als positiv an der Wall Street. Zusammen mit guten Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt wurden die Sorgen über die Ukraine-Krise in den Hintergrund gedrängt, hieß es.

Der Dow Jones stieg 0,53 Prozent auf 16.448,74 Einheiten. Der Konflikt um die Ukraine steht jedoch weiterhin im Fokus. Im Handelsverlauf hatten die Sorgen wegen der jüngsten Sanktionen gegen russische Regierungsmitglieder und der angedrohten Gegenmaßnahmen die US-Börsen vorübergehend in die Verlustzone drückten.

Bei den Einzelwerten standen die Übernahmen in der Pharmabranche im Fokus. Pfizer-Titel schlossen mit plus 4,20 Prozent. Der US-Pharmakonzern hat erstmals offiziell sein milliardenschweres Werben um den britischen Konkurrenten AstraZeneca bestätigt. Die Briten bleiben jedoch zunächst weiter hartnäckig. Gespräche am 26. April hätten nicht weitergeführt, so Pfizer am Montag. Ein von Pfizer im Jänner abgegebener Vorschlag mit einem Volumen von rund 100 Mrd. US-Dollar sei nicht hoch genug gewesen. Bis Ende Mai hat Pfizer nun Zeit, ein Gebot vorzulegen und AstraZeneca weiter zu umgarnen.

General Electric (GE) gingen mit plus 0,68 Prozent aus dem Tag. Neuigkeiten gab es auch zum Übernahmepoker um den französischen Industriekonzern Alstom. Nach der Übernahmeofferte von GE signalisierte nun der Münchner Industriekonzern Siemens der Alstom-Führung nach eigenen Angaben "Gesprächsbereitschaft über strategische Fragen zukünftiger Zusammenarbeit".

Die Aktien der Bank of America rutschten 6,27 Prozent ab. Die Großbank muss wegen der fehlerhaften Bewertung von strukturierten Produkten die geplanten milliardenschweren Ausschüttungen an ihre Aktionäre auf Eis legen. Die Folge ist, dass die Kapitalsituation nicht so rosig ist, wie ursprünglich dargestellt. Deshalb revidiert die Bank einen erst Mitte des Monats angekündigten Aktienrückkauf über vier Milliarden Dollar sowie die geplante Erhöhung der Quartalsdividende von einem auf fünf Cent je Aktie.