Vodafone investiert Milliarden aus ins Netz

Vodafone will mit den Milliardenerlösen aus dem Verkauf seiner Anteile am US-Mobilfunker Verizon Wireless seine Investitionen in die Netze massiv aufstocken. Dazu kündigte das Unternehmen das Programm "Spring" (Frühling) an, mit dem die bereits geplanten Investitionsausgaben in den kommenden drei Jahren um 7 Milliarden Euro aufgestockt werden.

"Diese Mittel wird die Gruppe zu guten Teilen auch den Vodafone-Gesellschaften in der EU und Vodafone Deutschland zur Verfügung stellen", sagte der Geschäftsführer von Vodafone Deutschland, Jens Schulte-Bockum, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa auf der Funkausstellung IFA in Berlin.

Vodafone hatte am vergangenen Montag angekündigt, seine Anteile an dem US-Provider Verizon Wireless für 130 Mrd. US-Dollar (98,7 Mrd. Euro) zu verkaufen. 84 Mrd. Dollar sollen an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Ziel sei es, die Führung bei der Netzqualität und beim Service übernehmen und dann auszubauen, sagte Schulte-Bockum. Dabei gehe es vor allem um eine Beschleunigung beim Ausbau des modernen Mobilfunknetzes LTE sowie um die Vergrößerung der Netzwerk- Kapazitäten. Außerdem sollen die Mobilfunkstationen möglichst flächendeckend an schnelle Glasfaser-Leitungen angeschlossen werden. "Damit kann Vodafone in Sachen Netzqualität in Zukunft den Innovations-Turbolader zünden."

Der große Rivale Deutsche Telekom kündigte diese Woche Investitionen von über 11 Milliarden Euro in seine Netze bis Ende 2015 an.

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