Warimpex schaffte im Sommer die Trendwende

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Der Hotelentwickler ist in den ersten 9 Monaten tief in die Verlustzone gerutscht - im 3. Quartal kam es allerdings laut Vorstandschef Franz Jurkowitsch zu einer Trendwende. Im Neunmonatszeitraum drehte das EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum von +16,2 auf -76,7 Mio. Euro. Das Periodenergebnis verschlechterte sich drastisch von -0,89 auf -98,19 Mio. Euro. 2010 wird das Unternehmen aber schon wieder operative Gewinne schreiben, so Jurkowitsch.

In den ersten 3 Quartalen haben vor allem die hohen Abschreibungen (rund 90 Mio. Euro) aus dem ersten Halbjahr auf das Ergebnis durchgeschlagen - im 3. Quartal habe es keine Wertminderungen mehr gegeben.

Zwischen Jänner und September verringerte sich der Triple Net Asset Value (NNNAV), also der Schätzwert der Immobilien abzüglich aller Kredite und zuzüglich aller liquiden Mittel pro Zahl der ausgegebenen Aktien, um 62 % auf 3,3 Euro je Aktie. Der Verlust pro Anteilsschein erhöhte sich von 0,03 auf -2,63 Euro. Der Umsatz ging um nur 12 % auf 62,22 Mio. Euro zurück.

Im 3. Quartal schrieb die Warimpex Gewinne - das EBIT stieg um 73 % auf 5,91 Mio. Euro. Das EBITDA verminderte sich allerdings um ein Drittel auf 4,33 Mio. Euro. Der Nettogewinn betrug 373 Mio. Euro, nach einem Verlust von 966 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,00 Euro (-0,03 Euro). Der Umsatz verminderte sich um 8 % auf 24,4 Mio. Euro.

2010 bereits wieder schwarze Zahlen erwartet

"Beim 3. Quartal sieht man, dass sich die Märkte doch langsam erholen", verwies der Unternehmenschef auf die Hotelauslastung, die Währungsrelationen - Warimpex ist mit 37 % ihrer Immobilienwerte besonders massiv in Polen vertreten - und die Risikobewertung des CEE-Raums. Diese Tendenz werde im 4. Quartal und im ersten Halbjahr 2010 anhalten, ist Jurkowitsch überzeugt. "Wir rechnen damit, dass sich die Verluste des ersten Halbjahres 2010 nochmals deutlich verringern." Im Gesamtjahr will Warimpex - zumindest beim EBIT und EBITDA - wieder positiv sein.

Das Ziel für die kommenden Monate sei es, die Projekte im Bau planmäßig fertigzustellen, Cash-Flows durch aktives Asset-Management zu erhöhen und mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung, die im Oktober 8,1 Mio. Euro einspielte, neue Projekte wie die Budget-Hotel-Kette voranzutreiben.

Das Immobilienportfolio der Warimpex umfasste Ende September 20 Hotels mit mehr als 4.800 (anteilsbereinigt: 3.322) Zimmern und fünf Büroimmobilien mit rund 28.000 (bereinigt 18.000) Quadratmetern vermietbarer Fläche.

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