Bulgarien führt neue Aufsicht über EU-Gelder ein

Bulgarien will mit einer selbstständigen Aufsicht die Nutzung der EU-Fonds besser kontrollieren. Für die neue Struktur soll Finanzminister Simeon Djankow politisch zuständig sein, berichteten Zeitungen am 11. August in Sofia.

Die neue Behörde werde die Funktion von Ex-Vizeministerpräsidentin Meglena Plugtschiewa übernehmen, die in der vorausgegangenen - durch Sozialisten dominierten - Regierung für die EU-Fonds verantwortlich war. Die seit Ende Juli in Sofia amtierende neue Mitte-Rechts-Regierung will die EU durch wirksamere Kontrollen überzeugen, die wegen Korruption vor einem Jahr gestoppten EU-Gelder wieder freizugeben. Wegen der Veruntreuung von EU-Geldern waren dem jungen EU-Land im Vorjahr Subventionen in Millionenhöhe verloren gegangen.