Yuan-Kurs begünstigt chinesische Exporte

Hoffnung auf Yuan-Aufwertung

Vor dem USA-Besuch von Staatschef Hu Jintao hat Chinas Notenbank Hoffnungen auf eine Yuan-Aufwertung geweckt. "Das wird von Präsident Hus Visite in den USA abhängen", sagte das neue Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank, Li Daokui, zu Reuters. "Wenn die Gespräche erfolgreich sind, könnten wir eine Anpassung zu unseren Bedingungen vornehmen." Hu wird in diesem Monat in Washington erwartet.

Ein stärkerer Yuan könne die Inflation in China zähmen. "Wir müssen den richtigen Zeitpunkt finden", sagte Li, der einer von drei wissenschaftlichen Beratern der Notenbank ist. Allerdings gibt es in der Regierung erhebliche Widerstände gegen eine Aufwertung. "China wird seine exportfördernde Politik nicht aufgeben", sagte der stellvertretende Handelsminister Chen Jian in Peking.

Insbesondere die USA werfen dem neuen Exportweltmeister vor, seinen Wechselkurs künstlich niedrig zu halten und sich so Wettbewerbsvorteile im internationalen Handel zu verschaffen. Mit dem schwachen Yuan importiert China aber auch eine höhere Inflation, weil viele Rohstoffe und Lebensmittel im Ausland gekauft werden müssen und dadurch teurer werden. Im Februar war die Teuerungsrate mit 2,7 % auf den höchsten Wert seit 16 Monaten geklettert.

China warnt vor globaler Vermögensblase und Inflation

Auf den globalen Finanzmärkten drohen nach Einschätzung Chinas neue Blasen und ein Anstieg der Inflation. Die Notenbank des Landes warnte zudem, dass in den Bilanzen europäischer Banken und von US-Instituten noch immer riesige Mengen fauler Kredite lauerten, die zur Gefahr für die Weltwirtschaft werden könnten. Zudem wies die Zentralbank auf das Risiko hin, dass führende Industrienationen - darunter auch die USA und Großbritannien - ihre Bestnote für die Kreditwürdigkeit verlieren könnten. China ist der größte Gläubiger der USA und hat einen Großteil seiner gigantischen Währungsreserven in US-Staatsanleihen angelegt.