Japans Exporte sanken im Juli nach zwei Monaten erstmals wieder

Japans Exporte sind erstmals nach zwei Monaten wieder zurückgegangen. Auf bereinigter Basis blieben die Ausfuhren der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft im Juli um 1,3 Prozent unter dem Vormonat, wie aus Daten hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erreichte das Minus 36,5 Prozent und blieb damit leicht unter den Befürchtungen der Experten.

Die Schwäche im Juli könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die anregende Wirkung der weltweiten Konjunkturprogramme nachlässt. Volkswirte warnen seit längerem davor, dass die Stimuli nur ein Strohfeuer entfacht hätten. "Die Juli-Handelsdaten deuten daraufhin, dass die Erholung an Schwung verliert", sagte Seiji Shiraishi, Chef-Volkswirt bei HSBC Securities.

Der Rückgang der Exporte in die USA beschleunigte sich aufs Jahr hochgerechnet. Auch die Ausfuhren ins stark wachsende China ließen auf Jahresbasis stärker nach als im Vormonat. Die Importe fielen im Juli zum Vorjahresmonat um 40,8 Prozent.