Maschinenbauer Homag erwartet für 2009 rote Zahlen

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Der deutsche Maschinenbauer Homag aus Schopfloch im Schwarzwald wird aufgrund der Wirtschaftskrise im laufenden Jahr rote Zahlen schreiben. Trotz einer Verbesserung der Auftragslage im zweiten Quartal werde das operative Ergebnis vor Sondereffekten leicht negativ ausfallen, teilte Homag in seinem Halbjahresbericht mit.

Darin seien die Kosten für den Stellenabbau und das laufende Sparprogramm noch nicht enthalten, die der für die Möbel- und Bauindustrie tätige Konzern zuletzt mit zehn Mio. Euro beziffert hatte. Homag hatte bisher erwartet, trotz der Flaute auf den Märkten 2009 ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sanierungskosten ausweisen zu können.

Im ersten Halbjahr verbuchte Homag einen Umsatzrückgang um 46,5 Prozent auf 241 Mio. Euro. Der Auftragseingang brach auf 176 von 401 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum ein. Der Nettoverlust belief sich vor Anteilen Dritter auf 19,3 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte der Maschinenbauer noch 21,9 Mio. Euro verdient.

Im laufenden Jahr will Homag insgesamt 1.400 der zuletzt 5.400 Stellen abbauen. "Das Hauptaugenmerk liegt unverändert darauf, die Kapazitäten an die geringe Auftragslage anzupassen", teilte der zum Jahresende ausscheidende Vorstandschef Joachim Brenk im Halbjahresbericht mit. Die Erlöse lägen Ende 2009 voraussichtlich rund 40 Prozent unter dem Vorjahresumsatz von 856 Mio. Euro. Mittelfristig plane Homag einen Jahresumsatz von 600 Mio. Euro.

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