Vilnius'09: Leise Töne zum Abschied
Das auf drei Jahre ausgerichtete Gesamtbudget betrug laut Vilnius'09-Sprecherin Ausra Lukosiuniene unterm Strich 70 Mio. Litas (20,3 Mio. Euro). Damit blieben die Veranstalter dank zahlreicher Einsparungen letztlich noch um rund sieben Millionen Euro unter den Anfang des Jahres anvisierten Kosten.
Die Gesamtbesucherzahl blieb mit 1,5 Millionen um die Hälfte unter den ursprünglichen Erwartungen. Lukosiuniene wertete gegenüber der APA das Kulturhauptstadtjahr angesichts der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen als relativen Erfolg. Sowohl das Besucherergebnis als auch die Abwicklung des Programms sei unter dem Gesichtspunkt der Finanzkrise und des Totalausfalls zahlreicher internationaler Flugverbindungen gleich nach dem Konkurs der nationalen Fluglinie FlyLAL im Jänner 2009 als "nicht schlecht" anzusehen. Wie hoch der Anteil internationaler Gäste an der Gesamtbesucherzahl ist, sei derzeit noch nicht erhoben, so die Sprecherin.
Kritiker hatten den Veranstaltern von Vilnius'09 unter anderem vorgeworfen, angesichts der Wirtschaftskrise zu Beginn des Kulturhauptstadtjahres unverhältnismäßig viel Geld verpulvert zu haben - unter anderem für ein aufwendiges Lichterspektakel zu Neujahr. In der Folge tauschte die Regierung die bis dahin amtierende Vilnius'09-Direktorin Elona Bajoriniene gegen Kultur-Unterstaatssekretär Rolandas Kvietkauskas aus. Vilnius war 2009 Kulturhauptstadt-Partner von Linz.
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