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Bankwerte im Plus

Wiener Börse: ATX mit plus 1,63 Prozent fester

Uneinheitliches Umfeld - Stabilisierungsversuch nach jüngsten Abschlägen - Bankwerte im Plus.

Wien. Die Wiener Börse hat am Freitag mit Kursgewinnen geschlossen. Der ATX stieg um 37,04 Punkte oder 1,63 Prozent auf 2.307,56 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +1,67 Prozent, DAX/Frankfurt -0,63 Prozent, FTSE-100/London +0,47 Prozent und CAC-40/Paris -0,01 Prozent.
 
Nach einigen Handelstagen mit deutlichen Abschlägen gab es vor dem Wochenende einen Stabilisierungsversuch zu beobachten. Die Anleger wagten sich vor dem Wochenende wieder etwas mehr aus der Deckung - anscheinend entdeckten die Anleger bei einigen Werten schon Kaufgelegenheiten, kommentierte ein Börsianer.
 
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen blieb dünn. Konjunkturdaten rückten daher verstärkt in den Fokus: So ist die Industrieproduktion im Euroraum in der Corona-Krise in bisher ungekanntem Ausmaß eingebrochen. Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat lag die Herstellung der Betriebe im April 17,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahresmonat brach die Produktion sogar um 28,0 Prozent ein. Das sind die stärksten jemals gemessenen Rückgänge.
 
Das Konsumklima in den USA hat sich im Juni stärker als erwartet erholt, wurde am Nachmittag bekannt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg im Mai gegenüber dem Vormonat um 6,6 Punkte auf 78,9 Zähler, wie die Universität auf Basis einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten nur mit einer Verbesserung auf 75,0 Punkten gerechnet.
 
Gut gesucht zeigten sich zu Wochenschluss die heimischen Bankwerten in einem starken europäischen Branchenumfeld. So zogen BAWAG um 4,65 Prozent an und Erste Group konnten sich um 3,54 Prozent erholen. Raiffeisen schlossen um 1,35 Prozent höher.
 
Unter den weiteren Indexschwergewichten steigerten sich voestalpine um 2,42 Prozent und Wienerberger konnten mit plus 1,38 Prozent etwas Boden gutmachen. OMV gingen um 1,55 Prozent höher aus dem Handel.
 
Do & Co zeigten sich um 1,53 Prozent schwächer bei 48,25 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihre Einschätzung von "Buy" auf "Accumulate" reduziert und sehen ein Kursziel von 60,7 Euro.