Wiener Börse nach EZB-Zinsentscheid etwas leichter

Die Wiener Börse hat sich heute, Donnerstag, am Nachmittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX gab bis 14.15 Uhr um 0,30 Prozent auf 2.548,55 Punkte ab.

Die mit Spannung erwartete EZB-Zinsentscheidung lieferte an den Finanzmärkten keine Überraschung. Trotz der extrem niedrigen Inflation hält die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum unverändert bei 0,25 Prozent und senkte ihn nicht weiter. Experten hatten die Beibehaltung im Vorfeld überwiegend erwartet.

Auch an den europäischen Leitbörsen trübte sich die Stimmung im Verlauf etwas ein und es gab mehrheitlich Verluste zu sehen. Im Vormittagshandel traten die Indizes noch auf der Stelle. In Wien gibt der ATX erstmals nach vier Gewinntagen in Folge leicht ab.

Auf Unternehmensebene liegt nur eine sehr magere Meldungslage vor. Die auffälligste Kursbewegung zeigten in Wien die Polytec-Anteilsscheine mit einem deutlichen Abschlag von 7,25 Prozent auf 7,60 Euro. Der Autozulieferer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wie erwartet deutlich weniger verdient als im Jahr davor.

Im Finanzbereich präsentierte sich Raiffeisen (RBI) schwach. Die RBI-Aktie verbuchte einen Kursrückgang von 1,96 Prozent auf 24,24 Euro. Erste Group tendierten mit einem kleinen Minus von 0,04 Prozent auf 25,29 Euro stabil.

Negative Vorzeichen zeigten unter den Schwergewichten auch OMV (minus 0,65 Prozent auf 32,72 Euro) und voestalpine (minus 0,29 Prozent auf 33,08 Euro). Andritz konnten hingegen um 0,91 Prozent auf 45,83 Euro zulegen. Immofinanz verbesserten sich um 0,26 Prozent auf 3,42 Euro.