Wiener Rentenmarkt gewinnt nach Trichet-Aussagen weiter an Terrain

Der Wiener Rentenmarkt hat seine Gewinne heute, Donnerstag, am Nachmittag angesichts der EZB-Zinsentscheidung ausgebaut. Die EZB beließ den Leitzins wie erwartet unverändert bei 1,25 Prozent. Angehoben wurde hingegen die vierteljährliche Inflations- und Wachstumsprognose für dieses Jahr.

Die Inflationsrate werde im laufenden Jahr voraussichtlich bei 2,6 Prozent liegen, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Im März war die Euro-Notenbank noch von 2,3 Prozent ausgegangen. Das Wachstum dürfte 1,9 Prozent betragen, nachdem bisher eine Rate von 1,7 Prozent veranschlagt wurde. Das veranlasste Händler, ihre Positionen auf steigende Zinsen zu verringern, hieß es.

Erneut stark unter Druck gerieten griechische Staatsanleihen. Die Rendite bei zehnjährigen Papieren stieg auf 16,417 Prozent, jene bei zweijährigen Anleihen kletterte auf 24,777 Prozent. Hier verwiesen Händler auf Differenzen zwischen der EZB und der deutschen Regierung bezüglich einer Lösung des griechischen Schuldendilemmas.

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