Internet-Liebling

Herzzerreißend: Stofftier spendet verstoßenem Baby-Affen Trost

Punch, ein japanischer Makake, erobert derzeit das Internet. Er wurde kurz nach seiner Geburt von seiner Mutter verstoßen. Sein einziger Freund: ein Stofftier. Doch nun gibt es Hoffnung für den kleinen Affen.

Im Internet leiden derzeit viele mit einem winzigen Affenbaby aus dem Ichikawa City Zoo in Japan mit. Der gerade mal 500 Gramm schwere Punch klammert sich traurig an seinen orangenen Stoffaffen. Er gibt ihm Schutz.

Anfang Februar 2026 erschienen die ersten Videos vom kleinen Affen und rührten Millionen Menschen zu Tränen. Punch wurde direkt nach seiner Geburt von seiner Mutter verstoßen. Viele Nutzer verfolgen täglich das Äffchen auf den sozialen Medien, mit teilweise harten Rückschlägen. Doch am 20. Februar gibt es eine hoffnungsvolle Wendung.

Mutter lehnte ihn ab

Punch ist am 26. Juli 2025 geboren. Für seine Mutter war er das erste Baby. Sie lehnte ihn sofort ab. Das Verhalten tritt bei etwa 7,7 Prozent aller Japanmakaken-Geburten auf. Bei unerfahrenen Müttern liegt die Quote sogar bei 40 Prozent.

Die Tierpfleger hatten zwei Möglichkeiten. Entweder sie finden eine Ersatzmutter oder müssen ihn über die Hand aufziehen. Die 60-köpfige Affengruppe lehnte Punch ab. Die Tierpfleger mussten zur Handaufzucht zurückgreifen. Als Trostspender gaben sie dem kleinen Affen ein Stofftier von IKEA.

Rasante Berühmtheit im Internet

Am 5. Februar 2026 wurde Punch im Internet berühmt. Der Zoo postete auf X (ehemals Twitter) ein Foto. Das Äffchen wirkte verloren und umarmte seinen Stofffreund. Der Post wurde millionenfach aufgerufen. Hunderttausende Kommentare sammelten sich unter dem Beitrag. Ein Nutzer kommentierte: "Ich war kurz davor, nach Japan zu fahren und ihn zu adoptieren."

Endgültig eroberte Punch das Internet mit einem Video, in welchem er wiederholt von der Gruppe abgelehnt wurde. Weltweit trendeten Hashtags wie #GanbarePunch. IKEA Japan reagierte auf den Clip und schenkte dem kleinen Affen 33 weitere Stofftiere. Der Konzern, wie viele andere, hofft, dass Punch seinen Stofffreund bald nicht mehr braucht.

Schwieriger Start

Seit kurzem nennt das Äffchen den "Affenberg", mitten in der Gruppe, seine Heimat. Punch musste bis zur Aufnahme viele Rückschläge einstecken. Er kannte die Regeln nicht. Wenn Punch sich einem fremden Jungtier zu direkt näherte, kassierte er von den anderen harte Zurechtweisungen.

punch
© STR / JIJI PRESS / AFP

Am 19. Februar wurde ein Video veröffentlicht, in dem das Äffchen von einem Erwachsenen gepackt wurde und über den Boden gezerrt wurde. Punch flüchtete nach diesem Vorfall sofort zu seinem Stofftier. Ein Nutzer schrieb emotional: "Ich habe noch nie so sehr einen Affen schlagen wollen."

"Er ist mental extrem stark"

Auf den medialen Druck stellte der Zoo klar, dass diese Maßnahmen wichtig für die Sozialisation sind. Punch kennt die Hierarchie-Regeln noch nicht und ignoriert die Warnzeichen. Darauf reagieren die Mütter mit harten Zurechtweisungen. Der Pfleger Shumpei Miyakoshi betonte: "Er ist mental extrem stark. Er wird zurechtgewiesen, rennt zu seinem Stofftier, beruhigt sich – und versucht es wieder."

Vor kurzem weinte das Internet nicht aus Trauer, sondern vor Freude. Am 20. Februar tauchte ein neues Video auf. Punchs Fell wurde von einem älteren Affen gepflegt und zwei Jungtiere spielten mit ihm. Seinen Stofffreund schleppt das Äffchen noch immer mit.

Ein Nutzer kommentierte unter dem Video: "Das hat meine ganze Woche gerettet." Bei den Japanmakaken bedeuten Umarmungen, dass man zur Gruppe dazugehört. Für den Zoo ist die Geschichte von Punch ein riesiger Erfolg. Am letzten Wochenende kamen 8.000 Besucher, doppelt so viele wie gewöhnlich. Vor allem vor dem Gehege von Punch sammeln sich die Menschen.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten