Blindflug bei Fall-Zahlen
Chaos-Welle: Schon 235.000 ''krank''
Wien. Den Höhepunkt der Omikron-Welle haben wir noch immer nicht erreicht: Seit Tagen befindet sich das Zahlenniveau in einer bisher noch nicht beobachteten Höhe. Die Meldesysteme funktionierten nicht. Gestern nach 19 Uhr wurden die aktuellsten Neuinfektionen vermeldet: 24.260 in den letzten 24 Stunden.
Zahlen-Chaos. Probleme gibt es mit der Bereitstellung von Daten. Komplettausfälle bei den täglichen Meldungen der Bundesländer an den Krisenstab zu Neuinfektionen, Todesfällen und Hospitalisierungen sind an der Tagesordnung. Das führt zum Extremanstieg der Omikron-Dunkelziffer: „Wir befinden uns im Blindflug“, sagt Professor Richard Greil vom Uni-Klinikum in Salzburg.
Quarantäne-Chaos. Während die Lage in den Spitälern noch entspannt ist, droht durch Hunderttausende ein Quarantäne-Chaos. 235.638 Personen sind als aktive Covid-Fälle registriert. Die Fallzahlen werden auf bis zu 40.000 am Tag klettern, rechnen die Experten vom Prognosekonsortium: „Eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 4.500 ist möglich“, sagen sie. Die geringste Inzidenz wird es in der Steiermark geben (1.300–2.100), die höchste weiterhin in Tirol mit 3.300 bis 5.400 – Rekord.
Schul-Chaos. 1.800 Schulklassen sind schon in Distance Learning. Die Schul-PCR-Tests funktionieren nur bedingt; in den Schulen außerhalb Wiens wird es auch künftig nur einen statt zwei PCR-Tests in der Woche geben. Parallel dazu sind die PCR-Test-Systeme völlig überlastet.
Erst ab April wird es ein österreichweites Test-Netz geben, so die Covid-Krisenkoordination GECKO. Der Test-Engpass führt dazu, dass in Kärnten und Vorarlberg ein Freitesten aus der Quarantäne am fünften Tag nicht mehr möglich ist.
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