Italien: Drei Militärs nach Corona-Impfung gestorben

Ermittlungen laufen

Italien: Drei Militärs nach Corona-Impfung gestorben

Ermittlungen wegen des Verdachts auf Fahrlässigkeit. Italien stoppt nun Imfpung mit Astrazeneca-Charge

Die italienische Arzneibehörde AIFA hat am Donnerstag eine Charge des Astrazeneca-Impfstoffes gestoppt, nachdem drei Militärs auf Sizilien nach der Impfung gestorben sind. Dies berichtete AIFA-Generaldirektor Nicola Magrini am Donnerstagabend. Die Behörde sei von der Staatsanwaltschaft der sizilianischen Stadt Syrakus über die Todesfälle informiert worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob es eine Beziehung zwischen der Impfung und den Todesfällen bestehe. Der Verdacht lautet auf Fahrlässigkeit. AIFA hatte am Mittwoch in einem Bericht von 40 Todesfällen nach Impfungen berichtet, die derzeit italienweit geprüft werden.

Sorge unter Soldaten und Lehrern

Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte, die Regierung achte auf die Sicherheit der Impfstoffe. "Sie sind der wichtigste Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie", schrieb der Minister auf Facebook. Der italienische Premierminister Mario Draghi telefonierte am Donnerstag mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, um über die Entwicklungen in Sachen AZ-Vakzinen zu diskutieren.

Die Telefone der Gesundheitsbehörden liefen heiß: Militärangehörige und Lehrerpersonal, die mit AstraZeneca-Impfdosis immunisiert werden sollen, befürchten, dass viele Impfungen abgesagt werden könnten. In Italien haben sechs Millionen Menschen zumindest eine Impfdosis erhalten. Die italienische Regierung will die Impfkampagne beschleunigen.
 

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