Nach China-Skandal: Mitarbeiter von Maskenhersteller per WhatsApp gekündigt

Hygiene Austria droht mehrfache Anklage

Nach China-Skandal: Mitarbeiter von Maskenhersteller per WhatsApp gekündigt

Erneute Negativschlagzeilen bei Hygiene Austria.

Der Maskenschwindel bei Hygiene Austria hat zahlreiche Konsequenzen nach sich gezogen. Nachdem Hygiene Austria, die Tochterfirma von Palmers und dem Faserhersteller Lenzing, zahlreiche chinesische FFP2-Masken umetikettiert und als "Made in Austria" ausgegeben hatte, legten alle großen Supermarktketten die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen auf Eis. Auch die Bundesbeschaffungsagentur BBG stoppte den Vertrag – 1,08 Millionen FFP2-Masken wurden bisher bezogen und 160.000 Stück Mund-Nasen-Schutz. Ein Insider berichtete oe24 über die  Details des Schwindels .

30 Kündigungen

Jetzt droht Hygiene Austria sowie Palmers und Lenzing nicht nur ein verheerender Imageschaden und Absatzeinbußen, sondern möglicherweise auch rechtliche Konsequenzen. Daher soll die Produktion jetzt stark heruntergefahren werden. Die Konsequenz: Zahlreiche Kündigungen. Wie "Zackzack.at" berichtet, sollen bereits 30 Angestellte der Leihfirma OBA Group, die bei der Hygiene Austria arbeiteten, gekündigt worden sein – und das teilweise per WhatsApp.

Außerdem sollen die gekündigte Mitarbeiter dazu aufgefordert sein, ausstehende Urlaubstage zu konsumieren, sie würden nicht ausbezahlt werden. Auch diese Kommunikation soll größtenteils per WhatsApp stattgefunden haben. 

Statement der Leihfirma

In einer Stellungnahme bedauert die OBA Group, jene Leihfirma, die Mitarbeiter an die Hygiene Austria entsendet hatte, die Entlassung der Angestellten. Außerdem hieß es im Gespräch mit "Zackzack.at": „Manche rufen wir an, manchen schicken wir es per Whatsapp, weil wir nicht wissen, ob sie grad schlafen, oder eventuell gerade vom Nachtdienst gekommen sind. Das ist vollkommen legal, weil das auch als schriftliche Kündigung zählt.“ 



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