Michael Ludwig

Shops fordern Öffnung, Ludwig hält dagegen

Wien: Wirbel um Lockdown-Verlängerung

Harte Kritik hagelt es vor der geplanten Wiener Öffnungsentscheidung am Dienstag. 

Wien. Während in Niederösterreich am 3. Mai ­zumindest Friseure und der Handel wieder öffnen dürfen, steht der Öffnungstermin in Wien bislang immer noch aus. Am Dienstag berät Bürgermeister Ludwig mit Experten über die Details zum Ende des Ostlockdowns und will dann den Fahrplan verkünden.

Kritik an Sonderweg

Beim Handel herrscht Unverständnis für die derzeit unklare Situation. „Man kann den Handel nicht wie ein Licht einschalten“, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Jede Woche verliere der Handel rund 210 Millionen Euro. „Die Stadt Wien ist den Händlern Gewissheit schuldig“, so Will zur Lockdown-Verlängerung.

Er pocht auf eine gemeinsame Öffnung des Handels mit Niederösterreich. Laut Rainer Trefelik gibt es dafür gute Gründe: „Aus der regionalen Verschränkung mit Niederösterreich und dem Zeitdruck kann ich mir keinen regionalen Sonderweg in Wien vorstellen“, erklärt der WKO-Handelschef in ÖSTERREICH.

Gastro-Hammer

Ludwig kündigte bereits einen weiteren Lockdown-Hammer an: Am 19. Mai, wenn bundesweit Gastronomie, Hotels und Fitnessstudios indoor öffnen dürfen (s. u.), will er in Wien nur die Schanigärten und Bäder aufsperren. „Draußen kommt vor drinnen“, so Ludwig. 



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