Android-Updates laut Huawei weiter gesichert

Nach Ablauf der US-Frist

Android-Updates laut Huawei weiter gesichert

Smartphones, die mit Googles Android laufen, sollen auch künftig aktualisiert werden.

Die US-Regierung verschärft die  Sanktionen gegen Huawei . So wurden nun weitere Firmen aus dem Umfeld des chinesichen IT-Riesen auf eine schwarze Liste gesetzt, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Technologie wie Chips abzuschneiden. Unter den 38 am Montag (Ortszeit) genannten Unternehmen sind Huawei Technologies Düsseldorf und Huawei OpenLab München. Damit sind jetzt gut 150 Huawei-Firmen von den Sanktionen betroffen.

Zudem ließ das US-Handelsministerium die Ausnahmeregelung auslaufen, die  Huawei  die Versorgung amerikanischer Mobilfunk-Anbieter erlaubte. Jetzt ist dem chinesischen Unternehmen nur noch erlaubt, für die Sicherheit bestehender Netzwerke zu sorgen. Die US-Regierung hatte die Sanktionen gegen Huawei im Mai 2019 verhängt. Dazu gehörte unter anderem, dass US-Unternehmen Geschäftsbeziehungen zu Huawei nur mit einer speziellen Erlaubnis unterhalten dürfen. Zugleich gab es eine Ausnahmeerlaubnis für einige Bereiche - vor allem, weil viele regionale Netzbetreiber in den USA Huawei-Technik gekauft hatten.
 
 

Lage bei Android-Smartphones

Alle Smartphones, die bis Sommer 2019 auf den Markt gekommen sind, laufen noch mit Googles Android. Dazu zählen beliebte Modelle wie die  P30 -, P20- und Mate-20-Reihe. Neuere Modelle wie die  P40 -Reihe, das  Mate 30  oder das  Mate Xs  laufen hingegen mit der offenen Variante von Android. Hier sind also keine Goolge-Dienste und -Apps wie der Play Store, Gmail, YouTube oder Maps vorinstalliert. Bisher hat Huawei stets beteuert, dass die älteren Smartphones auch weiterhin mit Android-Updates versorgt werden. Und dieses Versprechen wird jetzt noch einmal untermauert.
 
So heißt es in einem Statement von Huawei Österreich: "Huawei wird weiterhin Systemupdates und Sicherheitspatches bereitstellen. Alle Huawei Geräte, auf denen Google Play vorinstalliert ist, können Google Play weiterhin zum Herunterladen und Aktualisieren von Apps verwenden. Bei Smartphones, auf denen Google Play vorinstalliert ist, werden alle von Google Play und anderen Google Apps heruntergeladenen Apps weiterhin aktualisiert. Für Smartphones, die nicht mit Google Play vorinstalliert geliefert werden, können neue Apps und Updates über die vorinstallierte Huawei AppGallery verwaltet werden."
 

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Keine US-Chips mehr

Mit der am Montag bekannt gegebenen Regelung dürfen an Huawei grundsätzlich keine Chips mehr geliefert werden, die mit Hilfe amerikanischer Software entworfen oder mit amerikanischer Technik gefertigt wurden. Damit sind auch Produkte europäischer Halbleiterfirmen wie NXP oder STMicroelectronics betroffen, wie ein ranghoher US-Regierungsbeamter betonte. Bei einer vorherigen Verschärfung der Sanktionen im vergangenen Mai galt die Regelung zunächst nur für von Huawei entwickelte Chips, die der Konzern bei Herstellern in Auftrag gibt. Jetzt wurde das Verbot auch auf eigene Produkte der Chipfirmen erweitert.

Huawei entwickelt selbst Hauptprozessoren für seine Smartphones sowie Modem-Chips für die Verbindung zum Mobilfunk-Netz. Allerdings enthalten die Telefone auch eine Vielzahl anderer Halbleiter wie diverse Sensoren oder NFC-Funkchips von NXP. Dabei werden in der Branche auf breiter Front Maschinen und Software aus den USA eingesetzt.

Die US-Regierung wirft Huawei Spionage vor. Beweise wurden bisher jedoch noch nicht geliefert. Der IT-Konzern hat diese Vorwürfe stets bestritten.

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