Huawei P40 Pro kommt mit 7 Kameras

Neues Flaggschiff geleakt

Huawei P40 Pro kommt mit 7 Kameras

P30-Nachfolger will bei der Fotoqualität punkten und bietet auch ansonsten eine Top-Ausstattung.

Während Samsung die neue  Galaxy-S20-Reihe  am 11. Februar enthüllt, lässt sich  Huawei  mit der Vorstellung seines neuen Flaggschiffs etwas länger Zeit. Denn die neue P40-Reihe dürfte erst Ende März präsentiert werden. Aufgrund eines aktuellen Leaks gibt es aber schon jetzt zahlreiche Informationen zum Design und zur Ausstattung des Top-Modells, dem P40 Pro. Dabei zeigt sich, dass der Nachfolger des  P30 Pro  einmal mehr mit der Fotoqualität punkten will.

© Evan Blass / @evleaks
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Dual-Frontkamera und Vollformat-Display

Die Fotos, die das P40 Pro zeigen sollen, wurden vom Top-Leaker Evan Blass (@evleaks) veröffentlicht. Das Design unterscheidet sich ziemlich deutlich vom Vorgänger. So setzt Huawei vorne auf eine Dual-Frontkamera, die in einem oben links angeordneten Display-Loch steckt. Beim P30 Pro ist hingegen nur eine Linse in einer tropfenförmigen Notch verbaut. Das OLED-Display soll 6,5 bis 6,7 Zoll groß sein, eine 2K-Auflösung bieten und fast über die gesamte Frontseite (98 Prozent) reichen. Die kolportierte Bildwiederholrate von 120 Hertz lässt auf eine flüssige Darstellung schließen. Der Fingerabdrucksensor ist wie beim Vorgänger im Display integriert. Information am Rande: Das normale P40 soll über eine Displaydiagonale von 6,1 bis 6,2 Zoll verfügen.

© Evan Blass / @evleaks
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Hauptkamera mit fünf Objektiven

Auf der Rückseite gibt es ebenfalls eklatante Unterschiede. Diese sind vor allem dem vergrößertem Kamera-Modul geschuldet. Laut dem Leak setzt Huawei hier künftig auf fünf Sensoren. Inklusive der Frontkamera soll das P40 Pro somit über sieben Kameras verfügen. Bei der Hauptkamera gibt es wieder eine Kooperation mit Leica. Zudem soll der 64 MP Hauptsensor von Sony (IMX686) stammen. Darüber hinaus soll das Top-Smartphone über ein 20 MP Ultraweitwinkel-Objektiv, eine 12 MP Telefotolinse mit optischem Zehnfach-Zoom sowie eine Makro-Kamera verfügen. Abgerundet wird die Kameraausstattung von einem Time-of-Flight-Sensor (ToF), der für den beliebten Bokeh-Effekt bei Porträtfotos und Videos sorgt. Insgesamt soll die Brennweite einen Bereich von 18 bis 240 mm abdecken. Mit dieser Ausstattung und den bewährten KI-Funktionen (Nachtmodus, etc.) dürfte das P40 Pro wieder auf Platz 1 beim renommierten DxO-Mark-Ranking landen.

© Evan Blass / @evleaks
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Ausstattung

Über die weitere Ausstattung gibt es ebenfalls bereits einige Informationen. So soll das P40 Pro vom aus dem  Mate 30 (Pro)  bekannten Kirin 990 Chipsatz angetrieben werden. Diesem dürften bis zu 12 GB RAM zur Seite stehen. Ein 5G Modem soll ebenfalls mit an Bord sein. Der Akku soll eine beeindruckende Kapazität von 5.500 mAh aufweisen. Beim Schnellladen (mit und ohne Kabel) hat Huawei derzeit ohnehin die Nase vorne. Mit dem 50-Watt-Netzteil soll das neue Flaggschiff nach nur 45 Minuten voll aufgeladen sein. Zudem wird es wieder die umgekehrte Ladefunktion geben, dank der die P40-Pro-Besitzer andere Geräte, die den Qi-Standard erfüllen, aufladen können, wenn man diese auf die Rückseite legt. Auf der Unterseite ist neben dem USB-C-Anschluss nur das Mikrofon bzw. der Lautsprecher zu sehen. Einen klassischen Kopfhöreranschluss wird es – wie beim P30 Pro – also nicht geben. Eine IP68-Zertifizierung gilt hingegen als fix.

© Evan Blass (@evleaks)
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Software

Die Frage aller Fragen bleibt natürlich die Software. Laut einer Ankündigung von Huaweis Smartphone-Chef Richard Yu werden alle 2020 erscheinenden Modelle mit Android 10 laufen. Wenn sich die Wogen im Streit mit den USA bis zum Start im Frühjahr aber nicht glätten, wird es sich dabei um die Open-Source-Variante des mobilen Betriebssystems handeln. Google Dienste wie der PlayStore, YouTube, GMail, Maps, etc. wären dann nicht vorinstalliert. Dieses Schicksal hat ja bereits das Mate 30 (Pro) erreicht, das deshalb in Europa nur  Testweise angeboten wird  (etwa bei MediaMarkt Deutschland). Als Alternative zu den Google-Diensten hat der Hersteller die sogenannten Huawei Mobile Services im Angebot. Dank diesen lassen sich die Open-Source-Smartphones genau so bedienen wie die Android-Smartphones mit Google Lizenz. Zudem sollen eigene Musik- und Video-Plattformen sowie eine Alternative zum Google Assistent in den Startlöchern stehen. Und mit der  App Gallery  hat Huawei auch eine Alternative zum Google Play Store. Derzeit dürfen beliebte US-Konzerne wie Facebook (inklusive Messenger, Instagram und WhatsApp), Snapchat oder Twitter hier jedoch keine Apps anbieten.

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Fazit

Sollten sich die Leaks bestätigen, wovon stark auszugehen ist, dürfte Huawei mit dem P40 Pro einmal mehr Maßstäbe bei den Android-Smartphones setzen. Aber auch andere Hersteller wie Samsung, Sony, OnePlus & Co. werden mit ihren kommenden Flaggschiffen mächtig auftrumpfen. Da es laut den aktuellen Informationen an der technischen Ausstattung der P40-Reihe wenig bis gar nichts auszusetzen gibt, wird der Erfolg allein davon abhängen, ob das Gerät mit oder ohne Google-Lizenz in den Handel kommt. Letzteres wäre trotz der hauseigenen Alternativen alles andere als gut. Denn dann könnte auch das P40 Pro außerhalb Chinas nur sehr eingeschränkt verkauft werden.

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