IFA 2015: Smart Home vor Durchbruch

Vernetzter Haushalt

IFA 2015: Smart Home vor Durchbruch

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Wasserkocher mit Smartphone-Verbindung und Sensor unter der Matratze.

Die Vision vom vernetzten Zuhause nimmt auf der Technik-Messe IFA in Berlin immer mehr Gestalt an. Samsung stellte sein aktuelles Smarthome-Konzept vor, zu dem auch ein Sensor im Bett gehört. Das flache Gerät mit dem Namen "SleepSense" soll den Schlaf des Besitzers überwachen und die Haus-Technik an seine Bedürfnisse anpassen. Die Idee ist etwa, dass das Licht ausgeht, wenn man einschläft, zum Aufwachen von allein die Kaffeemaschine anspringt - oder nachts die Klimaanlage startet, wenn der Schlaf unruhig wird.

Ambitionierte Pläne
Damit das reibungslos funktioniert, sollen in spätestens fünf Jahren alle Hausgeräte von Samsung vernetzt sein. Die Kommunikation zwischen Geräten verschiedener Hersteller ist hingegen nicht selbstverständlich. Mehrere Lager wetteifern darum, eine einheitliche Plattform anzubieten. Dazu gehören die Smartphone-Schwergewichte Google und Apple sowie Unternehmen der Hausgeräte-Branche.

Unterdessen werden auf der IFA immer mehr Smarthome-Neuheiten vorgestellt. Der Münchner Anbieter vernetzter Thermostate Tado, der Heizungen per Smartphone steuern lässt, baut sein Angebot aus und macht den Service jetzt auch für Haushalte mit Fernwärme und Zentralheizung aus. Zu sehen ist sogar ein Wasserkocher, der sich über WLAN steuern lässt und unter anderem Wasserstand und Temperatur an eine Smartphone-App melden kann.

>>>Nachlesen: IFA 2015: Die coolsten Neuheiten

Messerundgang auf der IFA 2015

Smartwatches, Fitness-Tracker und Datenbrillen zählen zu den Trends der heurigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (4. bis 9. September).

Sony zeigt mit dem Xperia Z5 Premium das erste 4K-Smartphone.

Huawei sagt mit dem Mate S nun sogar dem iPhone 6 Plus und dem Galaxy S6 Edge+ den Kampf an. Auch bei den Preisen (ab 649 Euro) nähert man sich den Platzhirschen an.

Auf der IFA standen seit Jahren vor allem immer größere Flachbild-Fernseher im Mittelpunkt - in diesem Jahr drängen kleine Computer-Uhren ins Rampenlicht auf der Elektronik-Messe.

Der Fokus liegt oft auf Design, Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und Hobby-Sportlern als Zielgruppe.

Auch Intel will Sport-Enthusiasten anlocken. Die Software des Basis Peak genannten Fitness-Trackers funktioniert sowohl mit Android-Handys als auch mit Apples iPhones.

Die Lenovo-Tochter Motorola greift auf breiter Front an. Die zweite Generation der Uhr Moto 360 gibt es in zwei Größen. Auch Sony hat nun eine runde Smartwatch (Bild) präsentiert.

Erste Computer-Uhren kamen bereits vor einigen Jahren auf den Markt. Zu den Pionieren unter den Herstellern zählt unter anderem Samsung.

Ultraflache Notebooks mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 10 wecken ebenfalls das Interesse. Überhaupt dann,...

...wenn sie so flexibel wie dieses Hybridmodell von Acer sind.

Daten- und VR-Brillen wie hier Sonys Project Morpheus sind ebenfalls vor dem Sprung in den Massenmarkt.

Gleiches gilt für die immer günstiger und besser werdenden 3D-Drucker.

Das Internet der Dinge wird nach Einschätzung der Marktbeobachter massive Veränderungen bei den Unternehmen in der Unterhaltungselektronik nach sich ziehen.

Zentrale Treiber der Vernetzung seien Smartphones und Tablets, so die Branchenbeobachter.

Auf der IFA sind in diesem Jahr zahlreiche Lösungen für das vernetzte Heim zu sehen.

Das reicht von Audiosystemen, die über das Netz mit dem Smartphone gesteuert werden, über Waschmaschinen, die dem Handy Bescheid geben, wenn...

...das Waschprogramm beendet ist, bis hin zu intelligenten Steuersystemen per Smartphone für das Backrohor oder die gesamte Heizungsanlage.

Dieser Kühlschrank verfügt über eine Kamera sowie ein WIFI-Modul und schlägt am Smartphone Alarm, wenn die Tür offen steht, oder ein Produkt in Kürze abläuft.

Auch die Standardküchengeräte werden immer intelligenter und können vernetzt werden.

Die IFA in Berlin zählt zu den größten und wichtigsten Elektronikmessen der Welt. In diesem Jahr findet sie für Besucher vom 4. bis zum 9. September statt.

Weitere IFA-Neuheiten
Computer-Hersteller zeigen auf der IFA diverse neue Geräte mit dem neuen Microsoft-System Windows 10. Beim PC-Marktführer Lenovo glaubt Topmanager Gianfranco Lanci allerdings nicht, dass das neue Windows allein das aktuell sehr schwache Geschäft beleben kann. Für einen Umschwung sei eine Verbesserung der weltweiten ökonomischen Rahmenbedingungen nötig, sagte er. "Die Verbraucher müssen wieder mehr Geld ausgeben." Lanci widersprach zugleich der These, dass der PC am Ende seines Lebenszyklus' sei und künftig durch Smartphones und Tablet Computer ersetzt werde. Er meint aber, dass sich nur wenige große Hersteller langfristig behaupten können, die breit aufgestellt sind.

Sony will sich mit den in Berlin vorgestellten Smartphones der Serie Xperia Z5 als technologischer Vorreiter zurückmelden. Das Premium-Modell der Reihe kommt als erstes Smartphone mit einem 4K-Display für gestochen scharfe Bilder auf den Markt. Wie lange Sony dies als Alleinstellungsmerkmal für sich reklamieren kann, ist ungewiss. "Wenn wir vier oder fünf Monate den Vorsprung halten können, wäre das schon ok", sagte Hiroki Totoki, Chef der Mobil-Sparte von Sony der Deutschen Presse-Agentur. Es sei aber wichtig, neue Märkte zu kreieren. Und 4K-Smartphones hätten das Potenzial dazu.

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