Corona sorgt für enormen Videospiele-Hype

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Corona sorgt für enormen Videospiele-Hype

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5,3 Millionen Menschen zocken in Österreich regelmäßig - fast die Hälfte sind Frauen.

Kurz nachdem A1 seine  aktuelle eSports-Studie für Österreich  veröffentlich hat, die auf eine große Beliebtheit von Videospielen schließen lässt, bläst nun eine weitere Analyse ins selbe Horn. Sieben von zehn Österreichern spielen regelmäßig Videospiele. Das sind 5,3 Millionen Menschen, die sich so vom Pandemie-Alltag ablenken. Im Vergleich zu 2017 hat sich die Spieldauer um 25 Prozent gesteigert, auch wegen der Lockdowns, in denen die Spielenden mehr Zeit hatten. Populärstes Gaming-Device ist dabei nach wie vor das Smartphone, zeigt eine aktuelle Umfrage der GfK-Marktforschung im Auftrag des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware (ÖVUS) unter 3.008 Gamern.

© ÖVUS
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Im Alltag angekommen

"Das kurze Spiel unterwegs, in der U-Bahn, am Weg zur Arbeit, das gehört für viele Menschen einfach zum Alltag", sagte Studienleiter Christoph Zeh von der GfK-Marktforschung bei der Präsentation der Umfrage-Ergebnisse am Dienstag. Etwa 50 Prozent der Gamer nutzen demnach das Smartphone zum Spielen. Nach dem Handy sind  TV-Konsolen  die zweitbeliebtesten Gaming-Devices, die regelmäßig von 36 Prozent der Spielenden genutzt werden. Danach folgen PCs (30 Prozent) und Tablets mit 18 Prozent.

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Demographische Daten der Gamer

Am aktivsten sind die Mädchen und Burschen in der Altersgruppe der zehn- bis 15-Jährigen. Über 90 Prozent von ihnen spielen regelmäßig Videospiele. Mit dem Handy sei aber auch die ältere Generation zu Gamern geworden, meinte Zeh. Mehr als jeder zweite Über-50-Jährige spiele mittlerweile regelmäßig, bevorzugt am Smartphone. Neben dem Klischee, dass Gamer vor allem jung sind, sei dabei auch eine andere Tatsache überholt, meinte der Experte: "Videospielen ist kein Männerhobby mehr." Bei den Spielenden ist das Verhältnis mit 52 Prozent Männern zu 48 Prozent Frauen mittlerweile nahezu ausgeglichen.

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Corona lässt Spieldauer steigen

Während die absolute Zahl an Spielenden im Vergleich zu den Vorstudien auf hohem Niveau stabil blieb, hat sich in den vergangenen zwei Jahren laut Umfrage etwas bei der Spieldauer getan: Auf allen Plattformen wird mehr und länger gespielt - 2021 wurden durchschnittlich 13 Stunden pro Woche gespielt. Das sind um 1,5 Stunden mehr als 2019 und sogar um 2,7 Stunden mehr als 2017. Besonders zugelegt hat die Spielzeit auf TV-Konsolen. Gamer verbrachten hier im Jahr 2021 durchschnittlich 7,5 Stunden pro Woche.

Zu den längeren Spielzeiten habe auch die Pandemie samt Lockdowns beigetragen, meinte Zeh. 45 Prozent der Befragten gaben demnach an, während Corona mehr Zeit für das Gamen gehabt zu haben, 42 Prozent meinten, Videospiele hätten sie vom Pandemie-Alltag abgelenkt. "Jeder Dritte sagte auch, er hat bessere Laune bekommen, 23 Prozent sagten, sie konnten sich mit Freunden treffen, wozu sie im realen Leben nicht die Möglichkeit hatten", strich Niki Laber, Präsident des ÖVUS, die positiven Seiten des Gamens hervor.

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Luft nach oben

Der Plafond bei der Anzahl der Spieler sei laut den Experten dabei übrigens noch lange nicht erreicht. "Das kann noch nach oben gehen - weil das Spielen gewinnt bei Älteren an Relevanz. Hier gibt es noch Möglichkeiten zu wachsen und neue Zielgruppen zu erreichen", prognostizierten sie.

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