Huawei greift mit Watch 3-Serie und FreeBuds 4 an

Erste Geräte mit HarmonyOS

Huawei greift mit Watch 3-Serie und FreeBuds 4 an

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Neue Smartwatch läuft mit HarmonyOS, die In-Ear-Kopfhörer setzen auf edles Design. 

Vor einigen Wochen hat  Huawei  sein neues Betriebssystem  HarmonyOS erstmals groß vorgestellt . Mit der Software, die auf der offenen Version von Android basiert, wollen die Chinesen eine Alternative zu iOS und Googles Android etablieren. Dazu wurden sie aufgrund der  harten US-Sanktionen , die auch unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden aufrecht bleiben, regelrecht gezwungen. Auf neuen Huawei-Smartphones dürfen nämlich keine Google-Dienste (PlayStore, Maps, YouTube, Gmail, etc.) vorinstalliert sein. Das hat die Verkaufszahlen außerhalb Chinas stark einbrechen lassen. Nun kommen die ersten HarmonyOS-Geräte nach Österreich. Dabei handelt es sich jedoch um keine Smartphones, sondern um eine Smartwatch, die in mehreren Varianten erhältlich sein wird. Darüber hinaus bringt Huawei mit den FreeBuds4 noch neue kabellose In-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) in den Handel. Der Fokus von Huaweis Sommer-Offensive liegt also im Wearable-Bereich, in dem der Hersteller nach wie vor äußerst erfolgreich ist.

Watch 3

Bisher zeichneten sich  die Smartwatches von Huawei  vor allem durch ihre enorm lange Laufzeit und die völlige Fokussierung auf Fitness- und Gesundheitsfunktionen aus. Deshalb wurden sie gerne auch als Fitness-Tracker im Kleid einer Smartwatch bezeichnet. Viele gängige Smartphone-Funktionen wie die Installation eigener Apps, die direkte Antwort auf Nachrichten oder eine detaillierte Navigation waren aber nicht verfügbar. Lediglich die Anzeige von Benachrichtigungen oder das Telefonieren per Freisprecheinrichtung erinnerten an echte Smartwatches. Doch mit der neuen Watch 3-Serie ist das nun vorbei. Diese ist nun ein direkter Konkurrent zur Apple Watch und Wear OS-Uhren. Hier macht sich HarmonyOS also schon einmal bezahlt.

© huawei
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Ausstattung

Huawei bietet die neue Smartwatch-Serie in vier Varianten an (Active Edition, Classic Edition, Pro Classic Edition und Pro Elite Edition). Alle Watch 3-Modelle setzen auf einen 1,43 Zoll großen OLED-Touchscreen mit einer Bildschirmauflösung von 466 x 466 Pixeln und einer 60hz Bildwiederholfrequenz. Das Pro-Modell ist von Saphirglas geschützt. Im Edelstahlgehäuse ist seitlich eine neue Krone integriert, die verschiedene Druckstufen erkennt und haptisches Feedback auf Eingaben gibt. Darüber hinaus kann die Watch 3 über Gesten gesteuert werden. Für eine ordentliche Performance sorgen stolze 2 GB RAM sowie der hauseigene HiSilicon Prozessor. Der interne 16 GB Speicher bietet ausreichend Platz für die eigene Song-Mediathek. Da es sich bei der Watch 3 nun um eine echte Smartwatch handelt, ist es mit den extrem langen Laufzeiten vorbei. Dennoch zählt das Gerät im direkten Konkurrenzumfeld zu den Langläufern. Huawei verspricht bei der Watch 3 Pro eine Akkulaufzeit bis zu 5 Tage im Smart-Modus und bis zu 21 Tage im Extremspar-Modus. Die normale Watch 3 soll mit einer Akkulaufzeit von bis zu drei Tagen im Smart-Modus und bis zu 14 Tagen im Modus für ultralange Akkulaufzeit aufwarten.

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Funktionen

Die in jedes Watch 3-Modell integrierte eSIM macht die Smartwatch auf Wunsch völlig autark vom Smartphone. Magenta ist von Anfang an mit Tarifen dabei. Weitere Mobilfunker (wahrscheinlich A1 und "3") sollen noch in diesem Jahr folgen. Anrufe vom Smartphone können auch ohne eSIM über Bluetooth direkt von der Smartwatch getätigt werden. Zu den weiteren Kernfunktionen zählen die Anzeige von Terminen, Erinnerungen, Social Media Benachrichtigungen, E-Mails, SMS, etc. Darüber hinaus bleiben auch die umfangreichen Fitness-Features erhalten: über 100 Trainingsmodi werden von der Watch 3-Serie unterstützt. Neu ist der Temperatursensor, der die Körpertemperatur der Träger erkennt. Zudem unterstützt die Smartwatch auch Blutzuckermanagement, Pulsmessung, GPS-Tracking, Sturzerkennung sowie SOS-Funktionen.

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Apps und Kompatibilität

Nutzer von iOS- oder Android-Geräten können die Watch 3 Serie ebenfalls mit ihren Smartphones koppeln und verwenden. Dazu müssen sie lediglich die Huawei Health App aus dem jeweiligen App-Store downloaden. Nicht minder wichtig ist die bereits erwähnte Möglichkeit Apps direkt auf der Uhr zu installieren. Denn auf der Watch 3 ist erstmals auch Huaweis Appstore, die App Gallery, verfügbar. Damit stehen den Nutzern zahlreiche Anwendungen zur Verfügung. Als Beispiel sei etwa die aus Österreich stammende und international bekannte App iTranslate genannt. Die Übersetzungsanwendung ermöglicht in über 100 Sprachen zu lesen, zu schreiben und zu sprechen. iTranslate übersetzt nicht nur, sondern liefert zudem eine gesprochene Übersetzung zum Anhören. Künftig eben auch auf der Watch 3. Weiters stellt Huawei eine große Anzahl an Watchfaces zur Verfügung.

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Verfügbarkeit und Preise

Die neue Watch 3-Serie ist hierzulande bereits ab 5. Juli erhältlich. Die Preise sehen wie folgt aus:

  • Active Edition: 369 Euro
  • Classic Edition: 399 Euro
  • Pro Classic Edition: 449 Euro
  • Pro Elite Edition: 599 Euro

Zur Markteinführung hat Huawei noch ein attraktives Bundle geschnürt. Wer sich zwischen 5. und 25. Juli 2021 ein neues Watch 3-Modell kauft, bekommt die  FreeBuds Pro  kostenlos dazu.


FreeBuds 4

Zweite Wearable-Neuheit stellen die FreeBuds 4 dar. Sie sind die Nachfolger der  FreeBuds 3  und wurden in zahlreichen Aspekten verbessert. Darüber hinaus setzen sie auf ein edleres Design. Technisches Highlight ist die zweite Generation der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC 2.0). Diese soll sich zusätzlich durch die sogenannte Adaptive Ear Matching (AEM) Technologie automatisch an die Ohrform des Nutzers anpassen und so die optimale Einstellung der Geräuschunterstützung bestimmen. Ob das in der Praxis tatsächlich funktioniert, wird ein späterer Test zeigen. Das Design der nur 4,1 Gramm schweren Bluetooth-Kopfhörer wurde noch einmal schlanker. Darüber hinaus verspricht Huawei eine optimierte ergonomische Passform. So sollen die FreeBuds 4 auch ohne Silikon-Aufsätze fest im Ohr sitzen. 

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Sound, Bedienung und Akku

Beim Sound wurde ebenfalls nachgelegt. Durch die Flüssigkristallpolymer (LCP)-Kompositmembran, die einen Frequenzbereich von bis zu 40 kHz unterstützt, und den 14,3mm großem dynamischen Treiber verspricht Huawei einen hervorragenden Klang: die Höhen sollen satter und voller klingen, die Bassklänge intensiver. Die Steuerung per Fingertipp über die berührungsempfindliche Oberfläche stammt von den Vorgängern. Die ANC 2.0 lässt sich nun auch über Antippen oder Swipen regeln. Bei der Laufzeit rangieren die FreeBuds 4 im Mittelfeld. Laut Hersteller sollen die Kopfhörer bei deaktivierter ANC-Funktion vier Stunden durchhalten. Ist das Charging-Case voll aufgeladen ergibt sich eine Gesamtlaufzeit von bis zu 22 Stunden. Dank der Schnellladetechnologie sollen nach 15 Minuten Ladezeit wieder 2,5 Stunden Musikwiedergabe möglich sein.

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Verfügbarkeit und Preis

Bis zum Start der neuen FreeBuds 4 müssen sich Interessenten noch etwas gedulden. Die In-Ear-Kopfhörer kommen Anfang August in den Farben Silver Frost und Ceramic White für 129 Euro (UVP) in den Handel. 

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