Wegen einer einfachen Funktion können auf WhatsApp persönliche Daten preisgegeben werden. Denn beim Versenden von Links werden mehr Informationen versendet, als man denkt. Doch dafür gibt es eine einfache Lösung.
Standardmäßig zeigt WhatsApp bei versendeten Links eine Vorschau an. Diese besteht aus einem Bild, einer Überschrift und einem Anriss. Für Nutzer ist die Funktion eigentlich sehr nützlich. Empfänger können besser die Vertraulichkeit des Links einschätzen. Weniger bekannt ist, dass beim Versenden mehr Informationen preisgegeben werden.
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Laut der Plattform "WABetaInfo" werden beim Versand von Links die IP-Adresse des Absenders an einen Server der verlinkten Seite gesendet. Dafür muss die Vorschau aktiviert sein. Dritte können somit Informationen von Nutzern, wie etwa ihren Standort und wie sie sich im Netz bewegen, erfahren.
Facebook mit anderen System
Ein ähnliches Problem hatte auch iMessage. 2016 schrieb der Entwickler Ross McKillop in einem Blogbeitrag, dass dort neben der IP-Adresse auch Informationen über das verwendete Gerät sichtbar werden. Die Linkanfrage wird direkt vom Gerät ausgestellt.
Linkvorschauen gibt es auch auf anderen Seiten wie Slack oder Facebook. Doch diese nutzen einen sogenannten Proxy. Er fungiert als ein Vermittler zwischen dem Gerät und der Internetseite. Dadurch werden die persönlichen Daten geheim gehalten. Wenn dieser Schutzmechanismus fehlt, dann kann dieser gezielt ausgenutzt werden, um Informationen der verbundenen Geräte zu sammeln.
Inzwischen kann man auf WhatsApp die Linkvorschau abstellen. Dafür muss man in die App-Einstellungen gehen und auf "Datenschutz" klicken. Dort befinden sich mehrere Optionen. Nun muss man die Funktion "Linkvorschau deaktivieren" auswählen.