Der große Check
Alternativen für ihren Rücken
Eine falsche Bewegung und nichts geht mehr: Ein stechender Schmerz im Rücken oder im Nacken und jede weitere Bewegung – oder auch nur der Versuch – wird zur Qual. Mehr als 80 Prozent der Österreicher können davon ein Lied singen. Denn Rückenschmerzen sind seit Jahren die Volkskrankheit Nummer eins im Land. Und es trifft beileibe nicht mehr nur die Älteren. Kreuzweh hat alle Alters- und Berufsgruppen erreicht, niemand ist davor gefeit.
Doch was tun, wenn der Schmerz einfährt? Legte sich früher die Mehrheit der Betroffenen schnell unters Messer, geht der aktuelle Trend zu alternativen Heilmethoden. Diese setzen darauf an, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Garantie für den Erfolg gibt’s zwar keine, aber nützt’s nichts, schadet’s nichts. Mehr als 40 Prozent der Kreuzweh-Gequälten haben sich bereits an die neuen Behandlungsmethoden gewagt – Tendenz steigend. Wir stellen die gängigsten Methoden vor.
Akupunktur: Heilende Nadelspitzen
Die Akupunktur ist das bekannteste Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie geht davon aus, dass Schmerzen entstehen, wenn die Lebensenergie Chi blockiert ist. Durch die Nadeln, die entlang bestimmter Bahnen gesetzt werden, soll das Chi wieder fließen. Akupunktur wirkt bei Rückenschmerzpatienten schmerzstillend und unterstützend, kann das Leiden aber nicht heilen. Studien zeigen, dass sich mehr als 90 Prozent nach der Behandlung besser fühlen. Für einen bleibenden Effekt sind allerdings zehn bis 15 Einheiten notwendig. Wenn die Nadeln eingesetzt werden, können Kreislaufbeschwerden auftreten, ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt. Besonderer Erfolg wird der Nadel-Methode bei chronischem Schmerz nachgesagt.
Massagen: Kneten gegen Schmerzen
Von wegen Wellness-Luxus! Laut aktueller US-Studie gingen bei zwei Dritteln der Kreuzweh-Patienten nach zehnwöchiger Massagebehandlung die Schmerzen deutlich zurück. Ärzte raten allerdings, das Durchkneten als Ergänzung zu anderen Therapiemethoden zu sehen. Denn nur durchs Massieren allein bleibe auf Dauer niemand schmerzfrei.
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