Unberechenbare Krankheit

Yvonne Rueff: Mein Leben mit MS

Yvonne Rueff: Mein Leben mit MS
© Fuertbauer
Charity-Organisatorin Yvonne Rueff (39) ist eine von 12.500 ÖsterreicherInnen, die an Multipler Sklerose leiden. Das Interview über den Verlust ihres Augenlichts, den Stempel „unheilbar krank“ und ihr Babywunsch.
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Ganz plötzlich – über Nacht – da war das linke Augenlicht weg. „Das Auge“, erzählt Yvonne Rueff, „war jedoch völlig gesund – sagte mir der Augenarzt.“ Also wurde in ihrem Kopf gesucht. Nach wenigen Tagen hatte die Tänzerin die traurige Gewissheit. Die Diagnose lautete „unheilbar krank“. Im Alter von 34 – also vor fünf Jahren – wurde bei der Tanzschulbesitzerin und „Dancer against Cancer“-Organisatorin Yvonne Rueff Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert. MS ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen (tritt zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr in Erscheinung), von der doppelt so viele Frauen wie Männer betroffen sind. Yvonne bekam in der Klinik ihre Diagnose, die MRT-Bilder, sowie ein Buch über die Krankheit. Leben mit MS – in zwanzig Kapiteln abgehandelt.

Schubweise schwächer und kränker. Was sie daraus erfuhr: dass MS eine Autoimmunerkrankung ist. Dabei entstehen durch Angriffe des körpereignen Abwehrsystems Schäden an der Hülle der Nervenfasern (an der Myelinscheide). Durch Eindringen des umliegenden Bindegewebes kommt es zu Entzündungen – zu Vernarbungen. Nervensignale können nicht mehr ungehindert weitergeleitet werden.
Sprich: Rueff wurde damit konfrontiert, dass sie neben dem Verlust des Augenlichts unter Umständen im Rollstuhl landen und/oder ihre Sprachbeherrschung verlieren könnte. Dass ihre Organe versagen oder Lähmungserscheinungen auftreten könnten. Dass die Forschung noch kaum etwas über diese vielschichtige Erkrankung weiß. Die Ursachen von MS sind ungeklärt, genauso wie der genaue Krankheitsverlauf. Fest steht: MS verläuft häufig, wie bei Yvonne, in Schüben. „Zuletzt“, so Rueff, „war das Auge dran. Ich weiß nicht, wann der nächste Schub kommt und was als Nächstes ausfallen wird.“ Die Angst, im Rollstuhl zu landen, ist daher ihr ständiger Begleiter. „Deshalb packe ich so viel in den Moment, wie nur möglich. Ich reise viel, erlerne neue Sachen – wie zuletzt das Skifahren.“

Das ganze Interview lesen Sie im aktuellen gesund&fit-Magazin am 22. Juli!

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