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Agenten planten Tod von Prinzessin Diana

Neun Jahre nach Dianas Tod legt Ex-Agent Richard Tomlinson neue Beweise vor: Es war doch Mord.

Die Tränen flossen in Strömen: Am neunten Todestag von Prinzessin Diana, versammelten sich Hunderte Menschen vor dem Londoner Kensington Palast und legten Blumensträuße nieder. Tuschelthema beim Gedenken an die am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommene Prinzessin: War's bloß ein Unglück oder hatte der britische Geheimdienst MI6 die Hände im Spiel?

Lizenz zum Töten
Davon, dass Diana nicht Opfer eines „ganz normalen“ Unfalls war, ist Ex-MI6-Agent Richard Tomlinson überzeugt. Der Geheimdienstexperte zu ÖSTERREICH: „MI6 ist gegenüber dem Haus Windsor fanatisch loyal. Diana war eine Bedrohung“, so der Ex-Agent.

Und Tomlinson, 43, weiß genau wovon er spricht. Immerhin war er während seiner aktiven Agentenzeit selbst an der Ausarbeitung eines Mordkomplotts beteiligt. 1992 auf der Todeswunschliste des MI6: Serbenführer Slobodan Miloševic. Der Agent: „Sein Wagen sollte in eine Verfolgungsjagd verwickelt werden und in einem Tunnel verunglücken. Der Plan wurde bis ins Detail ausgearbeitet, jedoch wieder verworfen.“ Tomlinson rann ein kalter Schauer über den Rücken, als fünf Jahre später Diana auf ganz ähnliche Weise getötet wurde.

Himmelfahrtskommando
Was könnte sich in Dianas Todesnacht abgespielt haben? Der Ex-Agent trocken: "Henry Paul, der Fahrer von Dianas Wagen, war ein mir bekannter MI6-Agent. Er hatte einen Alkohol- und Drogencocktail intus und fuhr mit 145 km/h bergab in einen engen Tunnel. Möglich ist folgendes Szenario: Als er auf die Bremse tritt, beginnt der Wagen plötzlich zu beschleunigen. zusätzlich wird er geblendet, die Elektronik setzt aus und die Airbags explodieren. Was folgt, ist ein tödliches Desaster." - Tomlinson ist sicher, dass Dianas Auto manipuliert wurde.

„Mein Leben ist in Gefahr!“
Aussagen wie diese bringen Tomlinsons eigenes Leben nun in Gefahr: Seit Jahren verfolgen ihn Geheimdienste, erst im August wurde er erneut festgenommen und seine Wohnung verwüstet. Heimatlichen englischen Boden kann er nicht mehr betreten. Warum macht er das nur? Tomlinson: „Ich gehe mit meinem Wissen gezielt an die Öffentlichkeit. Nur dann ist mein Leben sicher.“

von Alfred Strauch/Österreich