Hape Kerkeling: Liebes-Aus nach 27 Jahren

Das berührende Interview

Hape Kerkeling: Liebes-Aus nach 27 Jahren

Nach 27 Jahren hat sich Hape Kerkeling von seinem Lebensgefährten getrennt.

Selten spricht der Deutsche mit den vielen Gesichtern über sein Privatleben. Der Komiker, Autor, Moderator und Schauspieler tritt zwar gerne als Chefredakteur Horst Schlämmer, als finnischer Gangsta-Rapper Uli oder auch als neugieriges Hannilein vor die Kamera, aber mit seinem Lebensgefährten Angelo Colagrossi zeigte sich Hape Kerkeling so gut wie nie in der Öffentlichkeit.

Und das Publikum liebt ihn, fordert ihn sogar als Gottschalk-Nachfolger. Doch der 46-Jährige lenkt im großen Bild am Sonntag-Interview von dieser Frage ab, spricht lieber über den Roman, den er gerade fertigt, über die Doku ­Unterwegs in die Weltgeschichte, die gerade abgedreht wurde, und berichtet stolz, dass sein Bestseller Ich bin dann mal weg demnächst endlich verfilmt wird.

Der Rest des berührenden BAMS-Interviews ist das Geständnis eines Mannes, in einer Beziehung nach 27 Jahren gescheitert zu sein.

Das Interview zur Hapes Trennung

Frage: Wird die Verfilmung von „Ich bin dann mal weg“ ein Gemeinschaftsprojekt mit deinem Lebensgefährten?
Kerkeling: Nein, Angelo und ich, wir haben uns getrennt ...

Frage: Das sagst du so einfach?
Kerkeling: Nein, das ist nicht so einfach. Ich war 18, als ich ihn kennenlernte. Wir waren mehr als 27 Jahre zusammen. Die Trennung war ein sehr schmerzhafter Prozess. Aber sie war nicht vermeidbar.

Frage: Was ist passiert?
Kerkeling: Nichts und alles. Eines Tages hatte ich das Gefühl, am Ende einer Sackgasse vor einer Mauer zu stehen. Ich wusste, ich muss einen neuen Weg suchen und ihn auch gehen. Wir konnten unser Leben nicht mehr miteinander teilen. Wir haben auf uns nicht mehr genug aufgepasst.

Frage: Die Liebe war erloschen?
Kerkeling: Nein, Angelo wird eine große Liebe bleiben. Aber wir hatten eben keine Beziehung mehr zueinander... Es war ein schleichender Prozess, den wir uns lange nicht eingestanden haben. Dann haben wir wieder miteinander gesprochen, dann wieder nebeneinander geschwiegen. Ich habe dann den ersten Schritt gemacht und bin ausgezogen.

Frage: Eine Trennung im beiderseitigen Einverständnis?
Kerkeling: Das kann man so sagen. Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit ...