500.000 Fans kommen
Thompson-Konzert: Ganz Zagreb im Ausnahmezustand!
Ausnahmezustand in Zagreb: Eine Stadt rüstet auf. Die Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen bei dem Pop-Konzert des Jahres von Marko Perković Thompson erinnern eher an ein Großereignis wie eine Fußball-Weltmeisterschaft oder einen Papstbesuch:
- 200 Rettungskräfte,
- 26 Einsatzfahrzeuge,
- 27 fixe Sanitätsstationen,
- ein medizinisch ausgestatteter Hubschrauber
stehen am Gelände bereit. Das Highlight der Vorbereitungen: Ein Feldlazarett mit 200 Betten auf dem Zagreber Messegelände – betrieben wie ein mobiles Krankenhaus mit Chirurgen, Notfallmedizinern und Psychiatern. Laut der kroatischen Zeitung Jutarnji list wurden alle städtischen Krankenhäuser verpflichtet, eigene Krisenstäbe mit „Kommandanten“ zu bilden. Kliniken müssen mindestens 50 Betten freihalten – eine logistische Herausforderung, besonders in der Urlaubszeit. Einige Häuser planen sogar eine 24-Stunden-Bereitschaft für ihr gesamtes Personal.
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Hitzestau und Menschenmassen: Behörden warnen
Neben der enormen Besucherzahl kommt eine weitere Herausforderung hinzu: sommerliche Hitze, wenig Schatten und stundenlanges Stehen. Die Behörden bereiten sich auf ein extrem belastendes Szenario vor – auch psychisch, wie die Einbindung von Psychiatern zeigt.
Der kroatische Verkehrsclub HAK rechnet mit einem Verkehrskollaps. Besonders betroffen: der Autobahnring um Zagreb, ein ohnehin bekannter Nadelöhrpunkt auf dem Weg an die Adria. HAK rät dringend zur großräumigen Umfahrung über Ljubljana oder Rijeka. Wer nach Zadar, Šibenik, Split oder Dubrovnik reist, sollte auf die A6/E61 über Bosiljevo und weiter auf die A1/E65 ausweichen.
Konzert mit politischem Beigeschmack
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Marko Perković Thompson polarisiert: Während viele Kroaten ihn als musikalischen Ausdruck nationaler Identität feiern, werfen Kritiker ihm nationalistische Tendenzen vor. Seine Auftritte gelten als hochemotional, doch dieses Konzert sprengt alle Dimensionen. Zum Vergleich: Die Rolling Stones zogen 1998 rund 80.000 Fans an – Thompson wird das Sechsfache toppen.
Ab Donnerstag steht Besuchern die App „MPT“ zur Verfügung. Sie liefert Navigation, Lagepläne, Sicherheitsinfos und wichtige Hinweise zur medizinischen Versorgung – eine Premiere für ein Konzert dieser Größenordnung in Kroatien.
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