Die Literatur-Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.
Heuer hätte die legendäre Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger 90. Geburtstag gefeiert. Und in diesem Jahr erhält die aus Niederösterreich stammende Elisabeth Steinkellner den nach der Jubilarin benannten Christine-Nöstlinger-Preis 2026. Die 2021 eingeführte Ehrung ist mit 10.000 Euro dotiert und zeichnet Autoren aus, die Kindern und anderen ungehörten Gruppen eine Stimme geben und ihre Perspektive einnehmen. Steinkellner folgt als Preisträgerin auf Verena Hochleitner.
Elisabeth Steinkellner
"In der Verbindung einer sensiblen Figurenentwicklung, sprachlicher Präzision und spielerischer Offenheit steht Elisabeth Steinkellner in einer Tradition, die sich - ganz im Sinne von Christine Nöstlinger - durch Respekt gegenüber ihren Figuren und ihren Leserinnen und Lesern auszeichnet, ohne dabei in Klischees zu verfallen oder Trends folgen zu wollen. Mit der Tiefe und Vielschichtigkeit eines in zahlreichen Übersetzungen vorliegenden Werkes ist Elisabeth Steinkellner eine herausragende Stimme in der zeitgenössischen Kinder- und Jugendliteratur", würdigte die Jury die Geehrte.
Die 1981 geborene und im südlichen Niederösterreich aufgewachsene Preisträgerin Elisabeth Steinkellner studierte Kultur- und Sozialanthropologie mit dem Schwerpunkt Gender Studies, bevor sie 2010 erstmals Lyrik und Prosa für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlichte. In ihrem bisherigen Trophäenregal finden sich bereits der Feldkircher Lyrikpreis oder der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis.
Preisträgerin fühlt sich geehrt
Die neue Nöstlinger-Preisträgerin zeigte sich in einer Aussendung geehrt, eine Ehrung mit dem Namen ihres Kindheitsidols zu erhalten. Sie denke heute noch daran, "dass die Bücher, anders als alle anderen mir bekannten Kinderbücher, in 'meiner' Sprache verfasst waren, der Sprache, die ich tatsächlich gesprochen habe - allein dadurch war mir, als befände ich mich mitten im Geschehen. [...] Dieser Alltag war mir vertraut, da fühlte ich mich aufgehoben."
"Ihre Literatur für junge Menschen öffnet Räume der Auseinandersetzung und verbindet gesellschaftliche Themen wie Flucht, Demenz oder Genderdiversität mit einem Ton, der ernst nimmt und auf Augenhöhe bleibt, bewegt und dennoch zum Lachen bringt", zollte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) der nun Geehrten ihren Respekt.