Die Kultfigur Edmund Sackbauer spricht über den Tod seines Schöpfers.
Der legendäre österreichische Autor Ernst Hinterberger ist am 14. Mai in Lainz verstorben. Neben dem Verfassen zahlreicher Kriminalromane war er auch für unzählige Drehbücher für Fernsehserien verantwortlich. Neben dem "Kaisermühlenblues" und "Trautmann" entsprang auch die Kult-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter" seiner Feder. Der Hauptdarsteller des Ur-Wieners Edmund Sackbauer, Karl Merkatz, sprach mit ÖSTERREICH über das Ableben seines Erfinders.
Mundl trauert um Schöpfer
Für Karl Merkatz der seit Anbeginn der TV-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter" in die Rolle des Edmund Sackbauers, oder auch kurz "Mundl" genannt, schlüpfte, hinterlässt der Tod des Kult-Autors ein großes Loch. 'Er hat dem Volk aufs Maul geschaut", erklärte der Schauspieler. "Er wird in seinen Arbeiten ewig weiterleben. Ich habe ihn geschätzt, er hat schöne Figuren erfunden. Er hat dem Volk aufs Maul geschaut und hat seine Sprache gesprochen" resümiert Markatz über das Leben des Schriftstellers.
Hinterberger war angenehmer Zeitzeuge
"Er war angenehm, gar nicht der grantelnde Wiener, wie man glaubt. Er war praktizierender Buddhist, war zuletzt immer ruhiger. Einmal sagte er bei den "Mundl"-Dreharbeiten: "macht's nur, ihr wisst's es schon", blickt der Mime zurück in die Vergangenheit. Mit dem Ableben des Autors ist der Mensch Ernst Hinterberger zwar gestorben, seine Figuren und Geschichten werden aber in den Herzen seiner Fans weiter leben.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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