Show-Kritik
'Quidam'-Show auf Österreich-Tournee
Einen in jeder Hinsicht erstaunlichen Abend erlebte Donnerstag das Premierenpublikum in der Grazer Stadthalle: Quidam, die aktuelle Produktion der kanadischen Zauber-Kompanie Cirque du Soleil, begeisterte mit einer geradezu perfekten Mischung aus Magie, Poesie und Akrobatik – und das auf allerhöchster Stufe.
Erzählt wird die Geschichte der kleinen Zoe, die der lieblosen Welt ihrer Eltern entflieht und, von einem guten Geist begleitet, in einem Paradies der Überraschungen landet. Ganz gleich, ob es sich um die atemberaubende „Luftakrobatik aus Seide“, den eleganten „Wolkenschwung“ oder um eine Clownerie de luxe handelt.
Lichtspektakel. Umrahmt wird das alles von einer äußerst stimmungsvollen Lichtregie und hervorragenden Musikern. Fazit: 52 Weltklassekünstler, die 2.000 Besuchern einen unvergesslichen Abend bereitet haben.
Fahrplan. Wien (ab 11. September), Innsbruck und Salzburg dürfen sich freuen.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET
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