Oscar-Drama des österreichischen Regiedoyen laut "New York Times" auf Platz 75 der 100 besten Filme des laufenden Jahrhunderts.
Wenn es um die großen Gefühle geht, schlägt auch in Hollywood so manches cineastische Herz für europäisches Kino: Michael Hanekes Oscar-gekröntes Drama „Amour“ wurde von über 500 Persönlichkeiten der US-Filmbranche im Auftrag der New York Times unter die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts gewählt. Der berührende Film mit Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva landete auf Platz 75 des Rankings. Für die Liste durften prominente Filmschaffende wie Pedro Almodóvar, Sofia Coppola oder Julianne Moore ihre persönlichen Top Ten einreichen.
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Kein Mainstream
Angeführt wird das Ranking überraschenderweise ebenfalls nicht von einer klassischen Hollywood-Produktion, sondern von Bong Joon Hos „Parasite“, der ebenfalls den Auslandsoscar gewann. Dahinter folgen David Lynchs rätselhafter Thriller „Mulholland Drive“ und Paul Thomas Andersons episches Drama „There Will Be Blood“.
Hanekes "Amour" erobert die Welt
Wenig überraschend finden sich in der Liste zahlreiche Werke von Größen wie den Coen-Brüdern, Quentin Tarantino, Christopher Nolan oder Martin Scorsese. Doch auch zwei weitere Filme mit Österreichbezug haben es in die Top 100 geschafft: Auf Platz 59 steht Maren Ades „Toni Erdmann“, der unter anderem durch Peter Simonischeks legendären Auftritt unvergessen bleibt. Noch weiter vorne, auf Rang 49, liegt Richard Linklaters „Before Sunset“, das seine zarte Liebesgeschichte durch die Straßen Wiens spinnt.
Damit zeigt sich einmal mehr: Große Filmkunst kennt keine Grenzen – weder geografisch noch sprachlich.