Eröffnen Belvedere-Ausstellung

Felipe VI. und Letizia: Spaniens Königspaar besucht Wien

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Felipe und Letizia sollen Ende Jänner Ausstellung "Dalí-Freud" im Belvedere eröffnen.

Wien dräut bald königlicher Besuch: Spaniens Monarch Felipe VI. wird am 31. Jänner in der Hofburg bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Gast sein. Die Präsidentschaftskanzlei bestätigte am Montag den offiziellen Besuch und damit frühere Medienberichte. Dem spanischen Magazin "Vanitatis" zufolge wird König Felipe am 30. Jänner seinen 54. Geburtstag feiern und dann mit Ehefrau Letizia nach Wien aufbrechen, wo die beiden auch eine Kunstausstellung eröffnen sollen.

Dabei handelt es sich um die Ausstellung "Dalí - Freud. Eine Obsession" im Belvedere. Der spanische Surrealist Salvador Dalí war ein großer Fan des Psychoanalytikers Sigmund Freud. Dies schlug sich auch in seinem Werk nieder, wie die Ausstellung laut Vorankündigung zeigen soll. Im Juli 1938 trafen sich die beiden in London. Freud befand sich auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, Dalí hatte Spanien wegen des dort tobenden Bürgerkriegs (1936-39) verlassen. Auch eine Kranzniederlegung in Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus ist am Montag geplant.

Österreichische Spuren in Spanien

In den spanischen Medienberichten wurde anlässlich des geplanten Besuchs bei Van der Bellen auch darauf verwiesen, dass die Hofburg ehemals die Residenz der österreichischen Habsburger-Kaiser war. Diese hatten ab dem 15. Jahrhundert auch in Spanien als "los Austrias" ihre Spuren hinterlassen. Schließlich hatten sie es mit geschickter Heiratspolitik verstanden, ihren Einfluss auf weite Teile Europas auszuweiten.

Letztlich herrschte die "Casa de Austria" fast zwei Jahrhunderte über Spanien. Unter Kaiser Karl V. war Spanien im 16. Jahrhundert Teil jenes Habsburgerreiches, "in dem die Sonne nie unterging". Sein Sohn Philipp II. baute den Kolonialbesitz weiter aus. Zugleich garantierten die Habsburger die Eigenständigkeiten der beiden Entitäten des spanischen Königreichs: Kastilien und Aragón.

Auch in der jüngeren Vergangenheit waren die offiziellen Beziehungen zwischen Österreich und Spanien bisweilen durchaus eng: Nach dem Ende der Diktatur des nationalistischen Generalísimo Francisco Franco wurde Spanien 1975 wieder zu einer parlamentarischen Erbmonarchie. Die erste Auslandsreise des damals 40-jährigen König Juan Carlos I. de Borbón y Borbón - dem Vater des aktuellen Königs - führte dann 1978 nicht zuletzt wegen der gemeinsamen Geschichte nach Österreich.

2007 war mit Juan Carlos auch bis dato zum letzten Mal ein spanischer Monarch in Österreich. Gemeinsam mit dem damaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer eröffnete er den Hauptsitz der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) im Palais Palffy-Erdödy. 2014 dankte Juan Carlos zugunsten seines Sohnes Felipe Juan Pablo Alfonso de Todos los Santos de Borbon y Grecia, wie dieser mit vollständigem Namen heißt, ab.

Mit Felipe VI. traf wiederum Bundespräsident Van der Bellen im Herbst 2019 gleich zweimal aufeinander: Im Oktober saßen die beiden in Japans Hauptstadt Tokio beim Dinner an einem Tisch, als der neue "Tenno", Kaiser Naruhito, den Chrysanthementhron bestieg. Anfang Dezember kam es in Madrid zu einem Wiedersehen. Anlässlich der 25. UNO-Klimakonferenz führten die beiden Staatsoberhäupter ein Gespräch über die bilateralen Beziehungen und die Klimakrise.

Mitte April 2020 telefonierten Van der Bellen und Felipe VI. laut Präsidentschaftskanzlei, um sich über die damalige Situation in der Coronakrise in beiden Ländern und in Europa auszutauschen. Das immer noch virulente Virus galt indes auch diesmal ein potenzieller Störfaktor.
 

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