1,3 Mio Euro weg

Skandal um Falcos Erbe

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Falco. (c) APA / Herbert Pfarrhofer © APA / Herbert Pfarrhofer

Rechtsstreit um das Erbe des Popstars: Mutter entmündigt, Nachlassverwalter Seunig abgesetzt. Er soll ein Vermögen eingestreift haben.

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Um das Erbe von Popstar Falco ist ein wilder Rechtsstreit ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Der Grund: ein Fehlbetrag von rund 1,3 Millionen Euro.

Notar Wilfried Köhler, Sachwalter der entmündigten Falco-Mutter Maria Hölzl (79), hat den bisherigen Nachlassverwalter in Verdacht: Ronnie Seunig, einst Falcos bester Freund und gut betuchter Chef der Excalibur City. Notar Köhler grimmig: Ein Millionenbetrag ist weg. Wir haben alle Unterlagen eingesehen und wissen, was passiert ist.

Und passiert ist allerhand: Nach dem Tod ihres Sohnes wurde Mama Maria als Alleinerbin eingesetzt, erlitt aber im Jahr 2000 zwei Schlaganfälle. Seither sitzt sie im Rollstuhl. Einzige Möglichkeit, sich mitzuteilen: Nicken oder Kopfschütteln. Durch Nicken soll sie auch Ronnie Seunig eine Generalvollmacht über Falcos Erbe erteilt haben. Worauf der 2005 eine Stiftung gründete. Deren Zweck: Maria Hölzl lebenslang zu versorgen und Nachwuchskünstler zu fördern. Seunig im Rückblick: Beides war immer Falcos Wunsch.

Anfang 2006 kam es zum Zerwürfnis: Ein Ex-Mitarbeiter Seunigs beantragte die Entmündigung Maria Hölzls worauf auch die Stiftung rückwirkend annulliert wurde. Seunig berief, das Gericht lehnte ab. Notar Köhler wurde Hölzls Sachwalter und sagt: Seither versucht Seunig die Kontrolle zu verhindern, was er mit dem Erbe gemacht hat.

Dass er Geld aus dem Nachlass bezogen hat, gibt Seunig offen zu: Falco hatte bei mir 1,3 Millionen Euro Schulden, das kann ich beweisen. Sein Verdacht: Man will mich ausschalten, um selbst an den Geldtopf zu kommen. Schlusspointe: Während der Staatsanwalt ermittelt, will Seunig Notar Köhler klagen.

von Helmut Melzer/Österreich

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