Rooney Vardy

Verrats- und Verleumdungsvorwürfe

Vardy vs. Rooney: Spielerfrauen streiten vor Gericht

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Üble Vorwürfe zwischen Prominenten, Verrat und Fußball: Der Streit zwischen Rebekah Vardy und Coleen Rooney bietet so gut wie alles, was in Großbritannien für Aufsehen sorgt.

Nun stehen sich die einstigen Freundinnen vor Gericht gegenüber. Die Ehefrau von Ex-Nationalstürmer Jamie Vardy habe keine andere Wahl gehabt, um "ihre Unschuld zu beweisen und ihren Ruf wiederherzustellen", sagte ihr Anwalt Hugh Tomlinson am Dienstag vor dem Londoner Gerichtshof Royal Courts of Justice.

Vardy (40) verteidigte zum Prozessauftakt die Verleumdungsklage gegen ihre einstige Freundin Rooney (36). Der Vorwurf, Rebekah Vardy habe erfundene private Informationen über die Frau von Ex-Nationalspieler Wayne Rooney der Boulevardzeitung "Sun" gesteckt, sei falsch. Coleen Rooney habe für ihre Behauptungen keine Beweise, sagte Tomlinson.

Beleidigungen im Internet

Anwalt Tomlinson sagte nun, seine Mandantin habe mehrmals vergeblich versucht, den Fall außergerichtlich zu klären. Aber Rooney habe ihre Anschuldigung weder gelöscht noch zurückgenommen. Deswegen seien sowohl Rebekah als auch Jamie Vardy Opfer grauenhafter Beleidigungen im Internet und im Stadion geworden.

Rooney wurde am Dienstag von ihrem berühmten Ehemann ins Gericht begleitet. Für das Verfahren waren zunächst mehrere Prozesstage angesetzt. Der Fall soll beide Frauen jeweils bereits Hunderttausende Pfund gekostet haben. Jamie Vardy (35) spielt für den englischen Erstligisten Leicester City, Wayne Rooney (36) ist mittlerweile Trainer des abgestiegenen Zweitligisten Derby County.

Coleen Rooney als "Wagatha Christie"

Für Aufsehen sorgen nicht nur die Beteiligten, sondern vor allem die Umstände. Mit geradezu kriminalistischem Spürsinn hat Rooney den Fall – aus ihrer Sicht – geklärt. Ihr Vorgehen brachte der 36-Jährigen einen neuen Spitznamen ein: Medien ernannten die wohl berühmteste Vertreterin der "Wags" – wie Spielerfrauen in England nach der Abkürzung "wives and girlfriends" genannt werden – zu "Wagatha Christie", nach der berühmten Krimi-Autorin Agatha Christie.

Die Bombe platzte am 9. Oktober 2019. In einem Social-Media-Beitrag beschrieb Rooney, wie sie schon lange das Gefühl gehabt habe, jemand aus ihrem Freundeskreis gebe private Geschichten an die "Sun" weiter. Dazu ist wichtig zu wissen, dass die viermalige Mutter – wie es viele mehr oder minder prominente Menschen tun - auch einen privaten Account in sozialen Netzwerken wie Instagram hat, bei dem sie selbst entscheidet, wer ihre Beiträge sehen kann. Aus diesem Kreis, so Rooneys Verdacht, stammt auch der Maulwurf.

So kam sie Rebekah Vardy auf die Schliche

Zur Überprüfung habe sie alle ihre privaten Abonnenten blockiert, bis auf einen. Sodann habe sie erfundene Geschichten in ihren Instagram-Stories mitgeteilt - alle seien von der "Sun" aufgegriffen worden. Daher wisse sie mit Sicherheit, wer dahinter stecke, schrieb Rooney, um dann mit dramatischen Satzzeichen die Pointe zu setzen: "Es war .......... Rebekah Vardys Account."

Die Beschuldigte, damals schwanger, konterte – natürlich – ebenfalls über Social Media. Sie sei schwer enttäuscht von Rooney. "Ich habe Dich echt gemocht, Coleen, und ich bin sehr traurig, dass Du Dich entschieden hast, dies zu tun, vor allem wenn ich hochschwanger bin", schrieb die heute 40-jährige Vardy prompt. "Ich bin angewidert, dass ich das überhaupt abstreiten muss." Instagram-gerecht beendete sie ihren Post mit einem zerbrochenen Herz-Emoji - und reichte Klage ein.

Rooney muss Vorwürfe vor Gericht beweisen

Der Ball liegt nun auf der Seite von Coleen Rooney. Denn das englische Verleumdungsgesetz sieht vor, dass die Beklagte ihre Vorwürfe beweisen muss.

Die prominenten Ehemänner halten sich bisher weitgehend aus dem Spiel. Dabei waren eigentlich die Starstürmer bisher eine stete Quelle für Skandale aller Art.

Sonst sorgen die Ehemänner für Skandale

So spielte Jamie Vardy (35), der innerhalb weniger Jahre einen kometenhaften Aufstieg aus den unteren Ligen bis zur Sensationsmeisterschaft mit Leicester City und ins Nationalteam erlebte, als Amateurkicker einst mit elektronischer Fußfessel – wegen Körperverletzung.

Wayne Rooney (36) gilt sogar als das "Enfant terrible" des englischen Fußballs der jüngeren Geschichte. Immer wieder fiel der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft mit Alkoholexzessen und außerehelichen Affären auf. Auch als Trainer des mittlerweile abgestiegenen Zweitligisten Derby County tauchte er regelmäßig in der "Yellow Press" auf.

Coleen Rooney, mit der er seit der Schule liiert ist, spielte stets eine Nebenrolle als betrogene Ehefrau, die letztlich ihrem berühmten Gatten die Treue hielt. Diesmal aber scheint das Flutlicht der Öffentlichkeit auf sie selbst.
 

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