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Ethereum nach dem Upgrade – lohnt sich der Einstieg?

Ethereum hat mit dem Fusaka-Upgrade Ende 2025 einen weiteren großen Schritt in Richtung Skalierung gemacht – für Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob sich der Einstieg noch lohnt und wie man Ethereum überhaupt kauft. 

Mit Fusaka wurde PeerDAS (Peer Data Availability Sampling) aktiviert, eine Technik, die die Datenverfügbarkeit für Layer‑2‑Rollups massiv verbessert. Dadurch können sogenannte „Blobs“ (spezielle Datenspeicher für Layer-2-Netzwerke) effizienter verteilt und überprüft werden, was die Datenlast pro Node auf etwa ein Achtel der bisherigen Anforderungen senkt. Gleichzeitig wurde die Blob‑Kapazität erhöht und die Gebührenstruktur angepasst, sodass Rollups – und damit Transaktionen auf Layer‑2 – deutlich günstiger werden können. Für User heißt das: Perspektivisch niedrigere Gebühren bei DeFi, NFT‑Handel und anderen Web3‑Anwendungen auf Ethereum.

Neben PeerDAS bringt Fusaka weitere technische Verbesserungen auf Ausführungs- und Konsens-Ebene, darunter optimierte Gas‑Limits und Schutzmechanismen gegen Spam‑Attacken. Außerdem wurde Unterstützung für moderne Signaturverfahren (secp256r1) integriert, was in Zukunft passkey‑artige, benutzerfreundliche Wallet‑Lösungen erleichtert. All das stärkt Ethereum als Infrastruktur für ein wachsendes Layer‑2‑Ökosystem, statt alles direkt „on‑chain“ zu lösen.

Ethereum-Netzwerk ist eine Viertel-Billion Dollar wert

Beim Blick auf die Marktdaten zeigt sich: Ethereum ist trotz jüngster Rücksetzer eines der größten Krypto‑Assets der Welt. Die Marktkapitalisierung lag im Februar 2026 bei rund 240 Milliarden US‑Dollar und damit deutlich über den Niveaus vieler früherer Bärenmärkte. Die Schwankungen der vergangenen Wochen – mit Spannen zwischen über 400 Milliarden und unter 260 Milliarden Dollar Marktkap – unterstreichen die hohe Volatilität von ETH. Parallel dazu sehen Prognose‑Modelle und Analysen kurzfristig gemischte Signale: Einerseits leichte Aufwärtserwartungen, andererseits ein von Angst geprägtes Sentiment.

Für Anleger ist wichtig: Ethereum bleibt ein „Risk Asset“, vergleichbar mit Wachstums‑Tech, nicht mit einem Sparbuchersatz. Wer einsteigt, sollte Kursschwankungen von 30 bis 50 Prozent in beide Richtungen einkalkulieren und nur Geld investieren, dessen Verlust verkraftbar ist.

Lohnt sich der Einstieg nach dem Upgrade?

Aus technologischer Sicht hat Ethereum mit Dencun und nun Fusaka seine Rolle als zentrale Smart‑Contract‑Plattform gefestigt. Günstigere Layer‑2‑Gebühren, höhere Skalierbarkeit und bessere Wallet‑Usability sprechen dafür, dass mehr DeFi‑Projekte, NFT‑Marktplätze und Web3‑Anwendungen auf Ethereum‑Basis entstehen oder wachsen. Damit steigt langfristig das Nutzungspotenzial – ein wichtiger Treiber für den Token‑Wert.

Auf der anderen Seite stehen Konkurrenz durch schnellere Chains, mögliche Regulierungsverschärfungen und die generelle Abhängigkeit vom Gesamtmarkt. Ein Einstieg kann sich daher vor allem für Anleger mit Horizont von drei bis fünf Jahren lohnen, die Ethereum als Baustein in einem breiter gestreuten Portfolio sehen – nicht als All‑in‑Wette. Sinnvoll sind klar definierte Quoten (z.B. einstelliger Prozentanteil am Gesamtvermögen) und schrittweises Investieren, etwa über Sparpläne, um Kursschwankungen zu glätten.

Wo Ethereum kaufen – und worauf achten?

Wer ETH kaufen will, sollte in Österreich und der EU vor allem auf Regulierung und Anlegerschutz achten. Empfehlenswert sind Plattformen, die unter Aufsicht einer Finanzmarktbehörde stehen und bereits eine MiCAR‑Lizenz erhalten haben – ein Gütesiegel der neuen EU‑Krypto‑Regeln. Ein Beispiel ist die Wiener Plattform Bitpanda, die von der FMA als einer der ersten Anbieter eine umfassende MiCAR‑Zulassung erhalten hat und zusätzlich in mehreren EU‑Ländern lizenziert ist.

Bitpanda-Hauptquartier in Wien.

Bitpanda-Hauptquartier in Wien.

© Bitpanda

Gerade für Einsteiger ist es wichtig, dass Euro‑Einzahlungen einfach funktionieren, die Oberfläche verständlich ist und die Plattform steuerlich „steuereinfach“ arbeitet – also ordentliche Transaktionsübersichten bietet und mit heimischen Steuer‑Tools kompatibel ist. Dazu kommt die Frage der Verwahrung: Viele Nutzer lassen ihre ETH zunächst beim regulierten Broker liegen, größere Beträge können zusätzlich in eine eigene Hardware‑Wallet übertragen werden, um die Kontrolle über die privaten Schlüssel zu behalten.

Einstieg ja – aber mit Plan

Ethereum steht nach Fusaka technologisch so gut da wie selten zuvor, gleichzeitig erinnert die aktuelle Marktlage daran, wie volatil Krypto bleibt. Für langfristig orientierte Anleger kann ein Einstieg sinnvoll sein, wenn ETH nur einen überschaubaren Teil des Gesamtportfolios ausmacht, gestaffelt zugekauft wird und klar ist: Es handelt sich um eine chancenreiche, aber riskante Anlage – nicht um eine Garantie auf schnelle Gewinne. Wer Ethereum kauft, sollte daher auf regulierte, sichere und steuereinfache Plattformen setzen – und immer nur so viel investieren, wie er im Zweifel auch verlieren könnte

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