Immo-Aktien

Österreichs Bau-Aktien zeigen auf

Österreichs Immobilien-Markt erholt sich. Die großen Bau-Aktien sind schon weiter. Strabag und Porr glänzen an der Börse.

Österreichs größter Baukonzern Strabag SE ist an der Börse kräftig unterwegs: Beim aktuellen Preis von 95 Euro je Aktie ist der Strabag-Kurs in den zwei Monaten seit Jahresbeginn 2026 um 18 Prozent gestiegen. Nicht schlecht wenn man bedenkt, dass das Strabag-Kursplus im Gesamtjahr 2025 bereits 63 Prozent betrug und der Leitindex ATX heuer seit 1.1. nur 7 Prozent im Plus liegt. Und das frische Lüfterl am Bau betrifft nicht nur die Strabag: Der Konkurrent Porr AG ist heuer sogar 22 Prozent im Plus, der Anstieg in den letzten 12 Monaten liegt bei 70 Prozent. Die beiden Aktien platzieren sich damit im besten Drittel der ATX-Werte 2026 bis jetzt.

Doch wie passt das mit dem österreichischen Immobilienmarkt zusammen, der doch einige schwache bis sehr schwache Jahre hinter sich hat: Ganz einfach – erstens zeigt der Markt inzwischen deutliche Erholungstendenzen, was die Käufe und Preise betrifft. Und zweitens sind Strabag und Porr nicht auf den heimischen Markt angewiesen, auch wenn sie in Österreich natürlich immer noch viel bauen: Beide sind inzwischen international tätig. Und dort tut sich einiges – insbesondere in Deutschland.

International unterwegs

„Strabag dürfte unseres Erachtens ein Hauptprofiteur des 500 Mrd. Euro schweren deutschen Infrastrukturprogramms sein“, so Jens Münstermann vom Aktienresearch der deutschen LBBW Bank. Der neue Ausblick der Strabag für das Geschäftsjahr 2026 übertraf die Prognosen sowohl hinsichtlich des Volumens als auch bei den Gewinnmargen, so die Analysten der Erste Bank. Beim aktuellen Kursniveau lassen sie allerdings Vorsicht walten und haben die Strabag Mitte Februar auf „Accumulate“ eingestuft, also eine Stufe unter „Buy“.Diese Bewertung hat die Erste auch für die Porr-Aktie, während Warburg "Buy" sieht. 

Strabag-Großaktionär Raiffeisen Holding NÖ-Wien hat Mitte Februar übrigens Strabag-Aktien um 180 Millionen Euro verkauft – der Kurs habe sich gut entwickelt und ein höherer Streubesitz mache die Strabag an der Börse attraktiver für Kleinaktionäre, so die Raiffeisen-Banker. Der Streubesitz steigt dadurch von 16,2 auf 18 Prozent.

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