35°: Jetzt kommt Sahara-Hitze

Gelsen- Alarm

35°: Jetzt kommt Sahara-Hitze

Österreich wird jetzt so heiß wie Nordafrika - Nun droht Gelsen-Invasion.

Er galt schon als vermisst. Wir schreiben den 15. Juni, und bisher haben wir im heurigen Jahr fast ausschließlich gefroren. Wo bleibt der Sommer?

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Endlich kommt die Erleichterung: Nach dem Katastrophenwetter der letzten Tage stellt sich ab heute endlich wieder der Sommer ein. Und zwar mit voller Wucht. Bis zu 35 Grad brennen schon bald auf Österreich runter!

Völlig absurd: Noch am Dienstag standen in Ober- und Niederösterreich Keller bis zu 40 Zentimeter ­unter Wasser, Hagelkörner türmten sich 20 Zentimeter hoch auf den Straßen, es hatte nur 12 Grad. Damit ist jetzt aber Schuss:

  • Wüstenhitze kommt. „Wir haben jetzt ein stabiles Hoch über Österreich liegen, das transportiert heiße Luft über das Mittelmeer direkt zu uns“, erklärt Thomas Turecek, Meteorologe der ZAMG. Das heißt: Bis mindestens Mittwoch nächster Woche sorgt Wüstenhitze aus der Sahara für hochsommerliche Tage.
  • 35 Grad in Österreich. Wir sind in den kommenden Tagen so heiß wie Nordafrika, in Tunis wird es 34 Grad haben, in Wien bis zu 35.
  • + 20 Grad in einer Woche. Unfassbar: Die Temperaturen steigen binnen vier Tagen um über 20 Grad an! Am Wochenende klettern die Temperaturen auf bis zu 35 Grad, am Dienstag hatte es in weiten Teilen Österreichs nur 12 Grad!
  • Österreich ist heißer als viele Teile Europas. Paris: 19 Grad, Regen. London: 17 Grad. Wien ist da gleich um 15 Grad wärmer.

Achtung, Gelsen-Alarm
Kaum lädt das Wetter wieder ins Freie, drohen die fliegenden Biester. Eine gewaltige Mückenplage ist im Anrollen.

Die vergangenen Wochen boten mit den monsunartigen Regenfällen perfekte Bedingungen für die Vermehrung von Millionen von Gelsen.

Besondere Gelsenart
„Die Stechmückenart der Überschwemmungs-Gelsen hat sich in den Tümpeln und Lacken geradezu explosionsartig vermehrt“, erklärt der Stechmückenexperte Bernhard Seidel gegenüber ÖSTERREICH. Der Grund: Das wochenlange feuchte Wetter hat ideale Bedingungen für die Blutsauger geschaffen. Die vielen Tümpel bieten großflächige Brutstätten. Auch der erhöhte Grundwasserspiegel durch Starkregen begünstigt die Gelsenplage.

Es ist kaum zu glauben: Alleine über Wien werden schon sehr bald 200 Millionen der bissigen Insekten schwirren.

Blutdurst
Die ‚Überschwemmungs-Gelsen‘ sind besonders aggressiv. Seidel: „Diese Gelsen haben nach dem Schlüpfen keine besonders lange Lebensdauer und müssen schnell zu Blut kommen.“

Allerdings ist die Gelsenplage nicht im ganzen Land zu befürchten, so der Experte. Im Süden und Süd­osten hat man momentan Glück – dort waren die Regenfälle nicht so ergiebig. Überall entlang der Donau sieht es dagegen sehr schlecht aus.

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