93-Jährige stürzt am Geburtstag auf Rolltreppe zu Tode

Rollstuhl-Unfall

93-Jährige stürzt am Geburtstag auf Rolltreppe zu Tode

Tödlicher Unfall wird die Staatsanwaltschaft beschäftigen.

Die Rolltreppen in den Stationen der Wiener ­Linien sind mit einer Geschwindigkeit von 65 Zentimetern in der Sekunde die schnellsten im Lande. Und die gefährlichsten. Jetzt kam es im Bahnhof Wien-Mitte erneut zu einem schrecklichen Unfall.

Eine Pensionistin feierte ihren 93. Geburtstag, der Sohn (63) führte die im Rollstuhl sitzende Mutter an ­ihrem Ehrentag aus. Sie wollten zur U  3. Doch da gibt es seit Monaten ein schier unüberwindliches Hindernis. Der Lift funktioniert nicht, weil er noch bis zum Juli erneuert wird. Der Sohn beschloss, die Mutter mit der Rolltreppe zu transportieren, was laut Wiener Linien verboten ist. Das ist auf den Piktogrammen in den Stationen nicht erkennbar. Auf den Seiten der Verkehrsbetriebe wird der Lift „empfohlen“.

Der Rollstuhl des Geburtstagskindes stürzte in die Tiefe, die 93-Jährige erlag ihren schweren Verletzungen. Gegen den Sohn wird routinemäßig wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.



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