Niki Lauda: Sein 500-Millionen-Erbe

Kinder bekommen (fast) alles

Niki Lauda: Sein 500-Millionen-Erbe

Penibel. Rund 500 Millionen Euro soll laut dem deutschen Magazin Formel-1-Legende und Unternehmer Niki Lauda hinterlassen haben. Und auch wer das Erbe bekommt, soll Lauda ganz genau geregelt haben. Er soll seinen gesamten Besitz steuerschonend in ein Privatstiftungs-Modell eingebracht haben. Als Haupterben legte Lauda im Testament seine Ex-Frau Marlene (70) sowie seine Söhne Lukas (40) und Mathias (38) fest. Auch sein unehelicher Sohn Christoph (37) sowie die Zwillinge Mia und Max sind berücksichtigt.

Aufteilung. Laudas vier eheliche Kinder sind somit die Haupterben, Ex-Frau Marlene und Witwe Birgit sowie Sohn Christopher wurden ebenfalls berücksichtigt – allerdings mit zahlreichen Auflagen. Birgit Lauda erhielt zusätzlich auch eine Kunst-Galerie. Beim Aussterben der direkten Lauda-Linie geht sein Vermögen an das Kunsthistorische Museum.

Emotional. Im ÖSTERREICH-Talk spricht der musikalische Arrangeur von Laudas Requiem im Stephansdom über sein Werk.

Kolonovits: "Habe große Ehrfurcht vor Niki Lauda"

ÖSTERREICH: Sie haben ja einen sehr emotionellen Auftrag gehabt, Sie haben für das Lauda-Begräbnis die Musik beigesteuert.

Christian Kolonovits: Das war schon etwas ganz Außergewöhnliches. Vor allem der Auftrag, der ja ganz spät kam, Sonntagnacht bekam ich einen Anruf vom Atilla aus Monaco. Da war das Rennen gerade vorbei und er war in Tränen aufgelöst am Telefon, er meinte, dass alle gerade das Käppi vom Niki tragen und er fix und fertig ist. Er hat mich daraufhin gebeten, ob ich die Musik für das Requiem zusammenstellen und proben könnte. Die schwere Aufgabe bei der Geschichte war, dass sich die Laudafamilie gewünscht hatte, seine Musik zu hören, die Musik die er am Sterbebett gehört hat. Das war Tracy Chapman, seine Lieblingssängerin, und den Titel Hero hat er auch am Sterbebett gehört – I don’t wanna be a hero. Wir haben also wirklich bis Dienstag um 2 Uhr Nacht geprobt, es war wirklich hoch emotional, ganz alleine im Stephansdom zu sein und für den Niki da diese Arbeit abzuliefern. Das war schon unglaublich, aber noch unglaublicher war das Begräbnis am nächsten Morgen, das Requiem, wo man nicht einmal in der Kathedrale sein konnte, weil so viele Leute da waren …

ÖSTERREICH: Hat sich die Birgit nachher bedankt?

Kolonovits: Ja, hat sie, mein Pech war aber, dass ich gleich nach dem Konzert zum Zahnarzt musste, da ich den schon einmal verschoben hatte und daher nicht noch einmal verschieben konnte. Aber der Niki hat mir ausrichten lassen, dass alle zutiefst gerührt waren und Nikis Bruder hat dann in den Nachrichten sogar gesagt, dass das Schönste an dem Begräbnis die Musik war.

ÖSTERREICH: Hast du den Niki eigentlich getroffen oder gekannt?

Kolonovits: Ich habe ihn gekannt, aber wir waren keine Freunde. Ich habe vor ihm eine zu große Ehrfurcht gehabt, als dass ich mich da in seine Clique gepresst hätte. Aber es war für mich wie eine Verpflichtung, als ich gebeten wurde, für den Niki das Begräbnis musikalisch auszurichten. Das zu machen, das war überhaupt kein Thema.

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