Tatort in München

Afrikaner im Koma - 20-Jähriger in Tirol verhaftet

Nachdem ein 27-Jähriger aus Togo vergangenen Freitagabend im Münchner Stadtteil Laim lebensgefährlich verletzt worden war - er blutete aus zahlreichen Wunden im Oberkörper und liegt seit der Not-OP im Koma  -, wurde ein 20-jähriger Österreicher in Navis in Tirol festgenommen.  

Tirol. Bei der Aufklärung der Bluttat - es geht um versuchten Mord - und den Gründen dafür stehen die Ermittler noch ganz am Anfang - so viel ist bisher bekannt: Am Abend des 1. Mai zwischen 19 und 19.30 Uhr wird im Bereich der Landsberger Straße im Münchner Stadtteil Laim ein Afrikaner aus dem Togo schwer mit einer Hieb- oder Stichwaffe verwundet. Wie der lebensgefährlich verletzte Mann ins Krankenhaus kam, ist derzeit noch völlig unklar - die Rettung war es jedenfalls nicht. 

Der Patient schwebte in akuter Lebensgefahr und wurde umgehend notoperiert. Die Klinik verständigte, wie bei Schuss- oder Stichverletzungen üblich, umgehend die Polizei. Das Opfer wird seit dem Wochenende auf der Intensivstation versorgt. Er war bisher aber noch nicht in der Lage, Fragen der Polizei zu beantworten, da er sich im künstlichen Tiefschlaf befindet. Sein Zimmer wird von Polizisten sicherheitshalber rund um die Uhr bewacht.

Etwa zur selben Zeit, als der Togolese in der Klinik ankam, ging bei der Polizei ein Notruf aus Laim ein. Ein Bewohner der Wohnanlage in der Landsberger Straße 291 hatte in dem weitläufigen Komplex, der auch ein Hotel umfasst, Blutspuren und also den Tatort entdeckt.

Im Laufe der akribischen Ermittlungen kam die Münchner Mordkommission einem Österreicher auf die Spur. Der 20-Jährige wurde am Donnerstagmorgen vor seiner Wohnadresse im 2000-Einwohner-Ort Navis östlich von Matrei von der Polizei abgefangen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

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