Aiderbichl-Prozess um Millionen-Spenden

Mitarbeiter angeklagt

Aiderbichl-Prozess um Millionen-Spenden

Wurden Spendengelder auf Gut Aiderbichl veruntreut? Ein Prozess soll dies klären.

Der Ex-Mercedes-Manager und Multimillionär Gerd V. (86) soll vor seinem Tod 2011 einem Geschwisterpaar in Diensten des Guts Aiderbichl fast eine Million Euro vermacht haben. Günther S. (51) und seine Schwester Karin K. (54) sollen das Geld veruntreut haben. Die beiden stehen deshalb seit Dienstag in Ried im Innkreis vor Gericht. Es ist der Auftakt weiterer möglicher Prozesse um das Gebaren mit Spendengeldern von Gut 
Aiderbichl.

Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe, für sie gilt die Unschuldsvermutung. Karin K. behauptet, das Geld an Aiderbichl-Geschäftsführer Dieter Ehrengruber weitergeleitet zu haben. Was dieser wiederum entschieden zurückweist.

Weitere Aiderbichl-
Prozesse drohen

Der Geschäftsführer wird als Zeuge vor Gericht aussagen. In weiteren Ermittlungen um Zuwendungen privater Gönner an das Tierhof-Imperium wird er jedoch als Beschuldigter geführt. Dies hat die zuständige Staatsanwaltschaft inzwischen be­stätigt. Über den Namen eines weiteren Beschuldigten hüllen sich die Ermittler in Schweigen. Es soll sich um ­Aiderbichl-Gründer Michael Aufhauser handeln. Im Zusammenwirken mit anderen sollen Spendengelder zweckentfremdet worden sein.

Aufhauser ist aufgrund seiner schweren Erkrankung weder vernehmungs- noch verhandlungsfähig.



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